Unfallgefahr – Explosion des Gaskraftwerkes in Middletown (Connecticut – USA)

Am 7. Februar 2010 ereignete sich im Kleen Power Plant, einem in Bau befindlichen 620-MW-Gaskraftwerk einige Kilometer östlich des Stadtzentrums, um 11:30 Ortszeit das, was Herr Sigmund von der Advanced Power AG als unwarscheinlich darstellte. Ein Unfall. Die Detonation war in einem Umkreis von ca. 25 km zu spüren. Es gab Tote und Verletzte. Die Bilder des Unglücksortes sprechen für sich:

Wenn wir dieses Szenario auf das geplante GuD-Graftwerk übertragen, würde wir höchst warscheinlich ein Katastrophengebiet in Dyrotz haben.  Bei der geringen Entfernung der Wohngebiete zum Gaskraftwerk, müsste man bei einer solchen Detonation mit schwersten Sachschäden und warscheinlich auch Verletzten, wenn nicht sogar Toten rechnen. Der schreckliche Unfall in Middletown zeigt auf drastische Weise, das Kraftwerke nicht in Nähe von Wohngebieten gehören. Unfälle wie dieser sind bestimmt eine Ausnahme. Und die Warscheinlichkeit, dass dieses in Wustermark passieren könnte, ist gering. Aber falls es passiert wird das Geschrei groß sein. Der Schutz der Bevölkerung sollte an oberster Stelle stehen. Jegliche Gefahr muss, sofern machbar, vom Bürger abgewandt werden. Und die potenzielle Gefahr einer Explosion eines Gaskraftwerkes in der Nähe von Wohngebieten ist vermeidbar. Mann muss es nur außerhalb bauen. In Bereichen, wo keine Gefahr für die Umgebung ausgeht. In einem Flächenland wie Brandenburg sollte die Findung eines solchen Standortes kein unlösbares Problem sein. Wenn aber natürlich wirtschaftliche Interessen (Finanzlage von Wustermark) in die Waagschale geworfen werden, so siegt meistens das Geld über den gesunden Geist.

Vielleicht sollten wir die Verfechter des Gaskraftwerkes befragen, wie sie mit einem solchen Szenario umgehen würden. Unfälle passieren. Egal wie hoch oder gering die Wahrscheinlichkeit ist. Für den Betroffenen ist in Augenblick des Unglücks die Wahrscheinlichkeit 100%.

Es ist merkwürdig, wie fern ein Unglück ist, wenn es uns nicht selbst betrifft.
(John Steinbeck, amerikan. Schriftsteller, 1902-1968)