Demo gegen das geplante Gaskraftwerk am 27.04.2010

Jetzt geht’s los!

DEMO GEGEN DAS GEPLANTE GASKRAFTWERK

Warum gibt es gleich zwei Gemeindevertretersitzungen, was ist so wichtig, dass es nicht erst am 05. Mai 2010 mit neuer Besetzung besprochen werden könnte?!

  • TERMIN DEMO: am 27. April 2010, um 17:00 Uhr!
  • Treffpunkt: Zeestower Straße/ Ecke L202 (Eingang Wustermark); Bahnunterführung
  • Anlass: ist die vorgezogene Gemeindevertreterversammlung vom 5.Mai 2010 auf den 27./ 28. April 2010

Wir laufen zur Hamburger Str. / Hoppenrader Allee, um vor dem Rathaus zu demonstrieren und laut die Schließung der Gemeindevertreterversammlung zu fordern und unseren Dampf abzulassen!

Bitte mitbringen: Plakate, Transparente, Megaphon, Flüstertüten, Trillerpfeifen, Klingeln, Rasseln etc. Begleitet werden wir durch Traktoren mit Anhängern sowie großen Plakaten u.ä. Parken ist in der Zeestower Str. möglich.

Mit dampffreien Grüßen Ihre Bürgerinitiative

Den Info-Flyer für die geplante Demo können Sie hier erhalten: demo flyer 27. April 2010

Pressemitteilung 14. März 2010

Pressemitteilung: 14. März 2010

Wir sind die Bürgerinitiative gegen ein GuD-KW (Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerk) in Wustermark, die sich hier vor Ort wehrt, dass in unserer unmittelbaren Wohnbebauung ein gigantisches Kraftwerk entstehen soll. Die Arbeit unserer Bürgerinitiative besteht darin zu informieren und Informationen zu sammeln. Wir sind bisher 400 Mitglieder und viele Sympathisanten aus den Ortschaften Dyrotz, Falkensee, Elstal, Priort, Wernitz, Wustermark, Zeestow, Brieselang, Bredow, die das Kraftwerk ablehnen und täglich werden es mehr. Wir wollen erreichen, dass die Entscheidungsträger der Gemeinden uns hören und die Menschen, die so denken wie wir, eine Stimme bekommen, denn der Einzelne erreicht wenig, viele gemeinsam jedoch viel mehr.

Wir reden hier von einem  Gas- und Dampfturbinenkraftwerk mit einer Leistung von 1.200 MW (das ist Strom für ca. 1,5 Millionen Haushalte) auf einer Fläche zu verhindern, das  unser Leben und unsere Umgebung nachhaltig stark beeinträchtigt,  deshalb NEIN zu einem Gas- und Dampfturbinenkraftwerk in Wustermark!

Wir fordern einen größeren allgemeinen und weit größeren erweiterten Untersuchungsraum, so dass alle angrenzenden Natur- und Vorgelschutzgebiete, Landschaftsschutzgebiete, Moore und Luche, Feuchtwälder und Biotope berücksichtigt werden. In der ersten Veranstaltungen der Advanced Power AG in Wustermark wurden, gerade zur Grundwasserentnahme erzählt, dass es hier  Auswirkungen in einem Umkreis von bis zu 35 km geben kann und dass die Grundwasserabsenkung von 2 cm bis zu 30 cm betragen könnte. Für uns Anwohner wurde eine Visualisierung des Kraftwerkes mit ihren Hochspannungsleitungstrassen versprochen, damit wir uns zuvor ein Bild machen können. Dieses Versprechen der umfangreichen Visualisierung fordern wir explizit im Raumordnungsverfahren (ROV). Denn dieses wurde vom Investor vorab zugesagt und soll nun nicht mehr durchgeführt werden!

Das Gleiche gilt für die gesamte Wasserproblematik, hier wurde Transparenz und Aufklärung versprochen und nun nicht mehr eingehalten. Die Darstellung der notwendigen Wassernutzungsmodelle (Havelkanalwasser mit Brunnen Staaken, -Brunnen Radelandberg, -neuer Brunnen), um zu zeigen, wie sich der Wasserhaushalt verändern könnte, sind ein entscheidender Faktor bei der Auswahl des Standortes. Theoretische Berechnungen können hier nicht ausreichen, dies würde nicht alle notwendigen Informationen liefern und die Situation könnte nicht ausreichend dargestellt werden! Denn hier in unserem Landstreifen besteht, nach langen Untersuchungen des Potsdam-Institut für Klimaforschung in der Klimastudie für Brandenburg, die Gefahr einer s. g.  Versteppung, da sich z.B. schon dass Regenwasser stark reduziert hat und noch weiter wird. Wo soll dann das zu nutzende Grundwasser herkommen?

Bei einem Kühlwasserbedarf von 1000 m³/h (Kubikmeter pro Stunde) (ein durchschnittlicher Haushalt braucht pro Jahr ca. 100- 120 m³ Wasser!!) und dem hierbei an das Kraftwerk  anliegenden Havelkanal, der kein fließendes Gewässer darstellt, halten wir eine genaue Untersuchung schon im ROV für dringend erforderlich. Daher bitten wir die Gemeinsame Landesplanungsabteilung Berlin / Brandenburg diese Faktoren unbedingt mit im ROV zu fordern.

Ein weiterer wichtiger Faktor der Betrachtung ist -aus unserer Sicht- die Sicherheit. Gerade hat das Beispiel in den USA Middletown Conneticut gezeigt, was passiert, wenn eine Havarie in einem Kraftwerk passiert. Die Explosion einer Gaspipeline ist kein Vorkommnis, was zu unterschätzen ist. Wir befinden uns hier dicht in Mitten der Wohnbebauung. Der Abstand zu Dyrotz beträgt ca. 450 Meter, zu Wustermark ein wenig mehr, Elstal ist direkt im Westen betroffen und die angrenzenden Gemeinden Brieselang/ Zeestow und Falkensee/ Finkenkrug wären in einem solchen Fall sicher ebenfalls stark zerstört. Unsere heutige politische Gesamtsituation gebietet uns auch an eventuelle terroristische Angreifer zu denken, die bei solch einer Größe eines 1.200 MW Kraftwerks, dieses als Angriffsziel in der Nähe von der Hauptversorgungsanlagen (Umspannwerk, mit einer Vielzahl von  380 KV-Hochspannungsleitungen) sehen könnten.

Der Ablauf des ROV´s sieht vor, dass alle Anwohner und Betroffene und dazu gehören auch wir, die Möglichkeit bekommen, ihre Bedenken zu äußern. Wir sind der Meinung, dass die Advanced Power AG mit ihrer Tochter Wustermark Energie GuD GmbH & Co.KG sich die gesamten Kosten für diese ROV sparen könnte, wenn unsere Gemeindevertreter darauf hören würden, was ihre Bewohner und Anwohner wollen! Das wäre auch gegenüber dem Investor nur fair. Wir wollen kein Gas- und Dampfturbinenkraftwerk hier in Wustermark!

Unsere Umwelt wird einen großen Schaden nehmen, hier wachsen noch Pflanzen in Feuchtgebieten, die auf der Welt sehr rar geworden sind, wir haben eine lebendige Insekten und Vogelwelt, die einander bedingen. Unsere Grundstücke werden massiv an Wert verlieren; viele Menschen zahlen in den nächsten 20-30 Jahren ggf. ein Haus ab, das diesen Wert nicht mehr haben wird. Selbst wenn Grenzwerte im Schall (am KW-Standort ca. 89 dB- das entspricht  etwa einem startenden Flugzeug!)  und bei den Abgasen (ca. 1,5 Mill. Tonnen CO2 pro Jahr, neben Kohlenmonoxid, Stickstoffen und auch  Schwefel) gerade so eingehalten würden, sind wir  es, die damit leben müssen und nicht die Investoren!

Redet mit euren Nachbarn, mit euren Freunden, habt ihr Fragen, so findet Ihr uns IN ALLEN ORTSTEILEN und im Internet unter www.gaskraftwerk-wustermark.de

Mit dampffreien Grüßen

Eure Bürgerinitiative (BI gegen DAS GuD-KW)

(Telefonisch erreichen sie Uns unter hr. arras 033234- 309845)

Gemeindeentwicklungsausschuss am 30.11.09 – Geplantes Gaskraftwerk GVZ Wustermark

Am 30.11.09 findet um 19.15 Uhr in der Mensa der Zeebr@-Grundschule die 13. Sitzung des Gemeindeentwicklungsausschusses Brieselang statt. Thema wird unter anderem das geplante Gaskraftwerk im GVZ Wustermark sein. Aus diesem Grunde wird der Projektleiter das geplante Gaskraftwerk vorstellen. Da dieses geplante Kraftwerk keine 3 km von Brieselang, bzw. 2 km von Zeestow entfernt ist, wäre es durchaus für die Bürger interessant sich näher darüber zu informieren.

Zu klärende Fragen sind unter anderem:

  • Umweltbelastung durch den CO2-Ausstoß (lt. Aussage des Hr. David Barber pro Jahr ca.1,5 Mill. Tonnen CO2 )
  • Das nächste Wohngebiet ist nur 450 m entfernt
  • CCS (CO2-Abscheidung und -Speicherung) geplant?-  CCS wird von der Piratenpartei abgelehnt. Nähere Infos : AG-Umwelt
  • Kühlwasserentnahme: Senkt sich dadurch der Grundwasserspielgel (Auswirkungen auf private Brunnen)
  • Auswirkungen Kühlwasserentnahme aus den Havelkanal
  • Nutzung der Abwärme mittels Kraft-Wärme-Kopplung?
  • Lärmemission
  • Korrosion durch den austretenden Wasserdampf für die nähere Umgebung.
  • Lichtemission
  • Anbindung an das Umspannwerk
  • Alternative Standorte

Hier haben Sie einen Endruck, wie solch ein Gaskraftwerk aussieht:

Gasturbinenkraftwerk Hamburg-Moorburg
Trianel Kraftwerk Hamm-Uentrop
  • Es werden 2 Schornsteine errichtet. Jeder wird eine Höhe von ca. 65 m haben
  • Die Nebengebäude sind bis zu 42 m hoch
  • Geplante Leistung: 800 – 1.200 MW
  • Hier soll sich das geplante Gaskraftwerk später befinden

Die Tagesordung vom 30.11.09 erhalten Sie hier: Gemeinde Brieselang

In Wustermark stösst das geplante Vorhaben schon auf Widerstand. Jetzt sind die Bürger in Brieselang auch gefragt. Viele sind hinaus auf das Land gezogen um der Umweltverschmutzung zu entgehen. Nun aber sollen wir sie direkt vor die Tür bekommen. Auch wenn damit geworben wird, dass ein Gaskraftwerk „nur“ ungefähr die Hälfte an CO2 verursacht, so ist denoch ein Umweltbelastung gegeben. Und man muss auch beachten, dass z.B. die Zeebr@-Grundschule nahe beim geplanten Standort liegt. Luftlinie rund 3.000 m. Bei ungünstigen Windverhältnissen ziehen die Abgase Richtung Brieselang.

Nehmen Sie die Möglichkeit war und machen Sie von ihrem Rederecht in der Bürgerfragestunde Gebrauch.