Das ist uns zum Glück erspart geblieben

Ich bin erstaunt über die Schlagzeilen in Zeitungen, die bis dato nie vom Projekt Gaskraftwerk Wustermark berichteten, sich aber jetzt wie die Hyänen mit Überschriften wie..

„Haushaltssperre nach AUS für Gaskraftwerk“ zu lesen im Oranienburger Generalanzeiger und übernommen selbst im ND (Neues Deutschland) die sich nie für die wirklichen Totschlagargumente eines solchen Projektes beschäftigt hatten, weit verbreitet wird. Da scheint sich der „BILD“-Journalismus viel weiter verbreitet zu haben, als man fernhin annimmt.

Schade, aber wir wissen es besser und durften es hautnah erleben. Wobei ich mir immer noch nicht sicher bin, ob ich diese Erfahrung in meinem Leben wirklich gebraucht habe.

So konnte man aber im Handelsblatt am 16.2.2012 lesen:

Norwegischer Konzern Gaskraftwerk in Emden stillgelegt

16.02.2012, 10:45 Uhr, aktualisiert 16.02.2012, 13:15 Uhr

Doch keine Modernisierung in Emden: Das Gaskraftwerk wird heruntergefahren. Die Potenziale für einen Neubau seien zu niedrig für eine Investition.

(http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/norwegischer-konzern-gaskraftwerk-in-emden-stillgelegt/6217240.html)  
 

So wird es in Emden ein stillgelegtes Kraftwerk geben und bei uns keine Ruine stehen oder auf Jahre die Möglichkeit für einen immaginären Investor eines Tages, wie aus dem Nichts hierher kommen und alte BPläne für den Bau eine Kraftwerks nutzen. Das wir dann nicht mehr verhindern könnten (siehe auch Stuttgart 21).

Frau Kallabis erzählte in der Presse, dass sie sich jetzt mehr um das Kraftwerksprojekt Bocholt kümmern wollen. Seit 2009 wird dafür ein Investor gesucht und wird nicht gefunden, weil niemand das Geld zum Fenster hinaus werfen will.

Ich weiß noch nicht so recht, warum Herr Christoffers die Katze aus dem Sack gelassen hatte und mitgeteilt hatte, dass es keine Investoren für Wustermark und Premnitz geben wird. Vielleicht ein Versehen, hatte sich so ergeben….. In Premnitz ist die Stadt bereits in Vorkasse gegangen und hat das seit 20 Jahren brachliegenden Industrieland wieder hergerichtet. Die Fläche hatte sich in den letzten 20 Jahren renaturiert und hatte schon Biotopcharakter, aber zum Glück war die Fläche im FNP (Flächennutzungsplan) nie entwidmet worden, so dass man alles beseitigen durfte (puhhh noch mal Glück gehabt). Aber nun stehen sie da und der andere „Schweizer Investor“ man sollte besser Projektplaner und Geldsucher sagen, tätigt keine Aussagen zu Investoren und Projektbeginn. Sie befänden sich selber in einer Umorganisationsphase.  Wer in Premnitz groß geworden ist und ich bin das, der weiß das Industrie immer ein Bestandteil der Stadt, der Luft und des Wassers war. Aber woran erkennt man seriöse Projektplaner? Woran erkennt man, dass sie nicht nur Heuschrecken sind, die sich spontane, durch wen auch immer auf den Flecken aufmerksam gemacht, hier nieder lassen wollten?

Wir sind wachsam und jetzt am Wochenende werde ich meine Unterlagen sortieren und nur in einen Karton packen und  ihn noch nicht so weit fort stellen.

Denn man muss wissen Herr Jüterschenke und Frau Vollbrecht (die jetzt ja lieber Mitglied der SPD in Brieselang ist, als sich mit Wustermark zu beschäftigen) haben noch eine Mitgliederversammlung zum Gaskraftwerk Wustermark in Brieselang einberufen. Warum? Ja keine Ahnung. Gibt es finanzielle Interessen oder glauben sie dass sie das Ruder noch herumreißen können? Ich weiß es nicht, aber Tasache ist, dass sie sich den tatsächlichen Argumenten seit Monaten verschließen. Eine vernünftige Argumentation verstehen sie nicht oder besser wollen sie nicht verstehen. Aber das kann eben nicht jeder, ist ja auch in Ordnung.

Ein schönes Wochenende und schmökert weiter durch Internet. (Unsere neue Pressemappe in 2 Teilen findet ihr unter der Presse und unseren Infobrief unter Infobriefe 😉 )

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2 Antworten

  1. Auf der Seite http://www.advancedpower.ch/projects/wustermark.html steht kein Wort zu Projekteinstellung.
    Auch wird nicht berichtet, daß das Büro in Hamburg geschlossen wurde.
    Also entweder ist der Laden so pleite, daß er nicht mal mehr seine Webseite aktualisieren kann, oder aber … das Volk wird einfach nur eingelullt.

    • Hallo botschafter, diese Information von Frau Kallabis aus dem Büro in London wurde in der Zeitung veröffentlicht. Ebenso dass das Projekt in Bocholt, dass übrigens schon vor Jahren begonnen wurde, soll jetzt von London aus betreut werden. Das Büro in Hamburg wird geschlossen.
      Liest man zum Projekt Bocholt weiter, dann findet man im Internet, dass schon seit 2009 nach Investoren für ein 400 MW GUD Kraftwerk gesucht werden und nicht gefunden werden. Es ist eine Geldvernichtung und eine zu teuer Produktion an Strom. Deshalb hat das norwegische Unternehmen, so ausgeführt im Handeslblatt, diese Schließung seines GUDs in Emden beschlossen und den Neubau abgesagt.
      Hier der Link zur Info der Advanced power AG: http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/12278598/61759/Der-Optionsvertrag-zwischen-Gaskraftwerksinvestor-und-Gemeinde-wird-beendet.html
      LG.

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