Ein gesundes neues 2012 und Danke!

Wieder allen Unkenrufen haben die Abschaltungen der Atomkraftwerke nicht zu einer Importaktion des Atomstroms aus Frankreich geführt. Im Gegenteil Deutschland konnte es sich leisten Strom an die Schweiz in Größenordnungen zu verschenken, weil der Fortschritt der Erneuerbaren Energien einen großen Schritt genommen haben.

Dazu war in der TAZ zu lesen.

Deutschland exportiert weiterhin Strom

Statistik widerlegt Atomlobby

Trotz des Atomausstiegs bleibt Deutschland ein Stromexporteur. Und am Strommarkt sind die Preise nicht höher als vor der Katastrophe in Fukushima.von Bernward Janzing

Der grenzüberschreitende Stromfluss ist nicht erloschen: Funkensprung in einem Umspannwerk in Hessen.   Bild:  ap
FREIBURG taz |
Deutschland hat auch im Jahr 2011 mehr Strom exportiert als importiert – trotz der Abschaltung von acht Atomkraftwerken. Diese Bilanz ergibt sich anhand der Netzdaten, die der Verband Europäischer Übertragungsnetzbetreiber (Entsoe) regelmäßig veröffentlicht. Demnach wird der deutsche Exportüberschuss im Jahr 2011 voraussichtlich rund sechs Milliarden Kilowattstunden betragen.
Vor allem nach Österreich und in die Schweiz hat Deutschland in den letzten zwölf Monaten viel Strom exportiert, an dritter Stelle folgten die Niederlande.
Zwar trugen zu dem Exportüberschuss in der Jahresbilanz auch noch die inzwischen abgeschalteten Reaktoren bei, da diese in den ersten drei Monaten zumindest zeitweise noch am Netz waren.
Das ändert aber an der grundsätzlichen Sachlage nichts: Auch wenn man das zweite Halbjahr 2011 alleine betrachtet, ergibt sich für Deutschland mit seinen neun verbliebenen Atomreaktoren ein Exportüberschuss. Kritiker des Ausstiegs hatten immer wieder den Eindruck zu erwecken versucht, Deutschland werde durch die Entscheidung in der Jahresbilanz zum Stromimporteur werden.
Und das ist nicht die einzige Aussage der Atomlobby, die inzwischen durch die Fakten als unzutreffend entlarvt wurde. Auch Warnungen, der Atomausstieg werde zu höheren Strompreisen führen, weil Strom knapp werde, erweisen sich längst als nichtig.
Die Strombörse EEX spricht da eine umissverständliche Sprache: Wenn Händler an den Terminmärkten aktuell Strom für die Jahre 2012 bis 2014 einkaufen, bezahlen sie für die Kilowattstunde zwischen 5,2 und 5,4 Cent – zeitweise weniger als vor Fukushima.
Da die Strombörse, wie jede andere Börse auch, unter anderem von Stimmungen getrieben wird, waren die Preise an der EEX direkt nach dem Ausstiegsbeschluss tatsächlich leicht angestiegen. Doch schon bald bröckelten die Notierungen wieder, als sich am Markt die Erkenntnis durchsetzte, dass auch mit Abschaltung von acht Atomkraftwerken am deutschen Strommarkt kein Mangel absehbar ist.
Gestützt wird diese Einschätzung der Marktakteure durch den Ausbau der erneuerbaren Energien. Deren Anteil am deutschen Strommix ist im Jahr 2011 auf rund 20 Prozent (nach rund 16,5 Prozent im Vorjahr) angestiegen.
Klimaziele nicht gefährdet
Windkraft, Sonne und Bioenergie legten spürbar zu; die Gesamtmenge an Ökostrom stieg gegenüber dem Vorjahr um rund 18 Milliarden Kilowattstunden. Da zugleich die Erzeugung von Atomstrom um etwa 32 Milliarden Kilowattstunden zurück ging (von 140 Milliarden Kilowattstunden im Jahr 2010 auf nunmehr etwa 108 Milliarden) blieb eine Lücke von 14 Milliarden Kilowattstunden zu füllen.
Diese wurde fast komplett durch einen Rückgang des Exportüberschusses um zwölf Milliarden Kilowattstunden geschlossen. Die Erzeugung von Strom aus Kohle stieg nur von 263 auf 265 Milliarden Kilowattstunden – womit sich Warnungen, Deutschland müsse mit dem Atomausstieg seine Klimaziele begraben, als Makulatur erweisen.
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Wir sind auf dem richtigen Weg und wie die Entwicklung zeigt, nicht die gigantischen Kraftwerke sind die Zukunft, die Nutzung von Wind, Sonne, Wasser und Erdwärme sind die Zukunft. Auf ein kämperisches neues Jahr und darauf, dass die Entscheidungsträger der Gemeinde den Fachleuten zuhören. Diese sprechen sich gegen den Standort Wustermark aus und sind gegen die gigantische Größe dieses Projektes.

Prosit und Gesundheit herzlichst Michi Belter

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3 Antworten

  1. In dem Artikel steht u.a.:

    „Am 8. und 9. Dezember kam es zu einer extremen Konstellation. Durch das Sturmtief „Ekkehard“ arbeiteten die Windanlagen an der Küste mit voller Kraft. Die gut 20.000 Megawatt Kapazität wurden fast vollständig ausgenutzt. Wegen fehlender Leitungen konnte diese Energie aber nicht nach Süden transportiert werden.
    Im Süden dagegen gab es weniger Strom als geplant. …“

    Das bedeutet, daß im Süden Deutschlands Energie fehlte.
    Der Windstrom im Norden konnte nicht komplett transportiert werden.
    Bleibt die Frage, warum hier noch ein 1, 2 GigaWatt-Kraftwerk gebaut werden soll, wenn schon nicht mal der Windstrom vollständig transportiert werden kann?

  2. Tja, und der Spiegel berichtet davon, daß nun doch Strom importiert werden musste (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,807268,00.html) um die Versorgung zu sichern.

    Was mag nun wohl stimmen?

    Gruss
    Hans

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