Zeitungsnachlese

Irren ist wohl männlich oder so, habe ich gestern beim Zeitungsortieren für die Papiertonne mal wieder etwas gefunden, was mich nachdenken lies. Soweit „blonde“ Mädels das können ;).

Im Preußenspiegel vom 21.09.2011 fiel mir auf der letzten Seite ein Artikel auf, den ich doch glatt überlesen hatte, doch blond ;).

Die Überschrift habe ich dann auch nicht verstanden “ Wohnen mitten im Grünen“ und das in Verbindung mit der Gemeinde Wustermark. Hab ich da schon wieder etwas nicht mitbekommen? Wie war das doch gleich, das Gewerbe-/ Industriegebiet umfasst eine Fläche von ca. 400 ha. GVZ Berlin West + Industriegebiet Wustermark Nord, ausgebauter Rangierbahnhof und geplanter Gleisanschluss des Hafens über das Plangebiet Gaskraftwerk an den Rangierbahnhof!

Wie sagte doch LR Schröder, dass die Wustermarker mal weg davon kommen sollten im Grünen zu leben, sie sind ein Industriegebiet und fertig. Hr Platzek führte auch so schön aus, dass Brandenburg ein Industrieland sei. Bei einer Überproduktion an Energie von 60% wird der Gier die Umwelt geopfert!

Mmmh wo sind wir nun eigentlich? Mal blond gedacht–> immer wenn jemand, z.B. Hausbaufirmen wie DKB Wustermark oder KCI Brieselang,  Geld haben wollen z.B. für ein Haus, bestehend bei der DKB z.B. aus den Grundmauern einer alten Flakhalle, dann wohnen wir im Grünen und immer wenn Investoren für Industriebauten kommen, dann sollen wir die Klappe halten und ein Industriestandort sein? Bin ich da jetzt blond gejoggt und wer ist hier gerade DUMM GELAUFEN? Kann mir diese Logik mal bitte jemand erklären!

In der Abgasfahne des größten Gas- und Dampfturbinenkraftwerks hier in Deutschland, seiner Art, möchte ich nicht 300.000 € ausgeben und meine Gesundheit gleich bei der Bank mit abgeben! Das Projekt wird mit einem Blockheizkraftwerk betrieben/ beheizt.  Alles innovativ, aber warum macht sich die DKB nicht stark gegen ein fossiles Kraftwerk in der Frischluftzone vor den Toren Berlins? Die zukünftigen Hausbesitzer zahlen mehr als ihnen lieb sein wird, denn nur weil die Schornsteine 65 m hoch sind, heißt es nicht, in Elstal bleibt die Luft sauber.

Ist es eigentlich ein Verstoß gegen Treu und Glauben, wenn Interessenten nichts von den Industrieansiedlungsplänen der Gemeinde erzählt und auf aktuelle Pläne aufmerksam gemacht wird? Ist das auch ein Grund dann ggf. Kaufverträge wieder rück abzuwickeln?

Die Flakhallen in Elstal ohne Frage eine Geisterstadt und was man daraus machen kann, sieht wirklich gut aus, aber zu welchem Preis?   -Geld für das Haus und jeder bezahlt gleich noch dafür mit, dass die Luft schlechter wird. An 270 Tagen im Jahr hat der Wind eine West-Ost Richtung, d.h. von Nauen —-> nach Berlin. Niemand wird in Elstal ungeschoren davon kommen, auch das Outletcenter mit den schönen Kupferrinnen und den schönen Fassaden wird von der Chemie in der Luft „profitieren“!

Sollten die Gemeindevertreter noch wach werden und das Projekt stoppen, wäre das ein Schritt um die Zeitungsente wahr werden zu lassen „Wohnen mitten im Grünen“.

DAFÜR DRÜCKE ICH GERN DIE DAUMEN!

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13 Antworten

  1. Hallo Ulrich,

    was soll das mit dem einen der die Nerven nicht behält? Verstehe ich nicht, was soll er denn machen?
    Der Sinn dieses Satzes erschliesst sich mir leider nicht.

    Vielleicht nochmal erläutern, damit ich das auch verstehe.

    Danke und Gruss
    Hans

  2. Selbst wenn der Kraftwerksbau noch Industrieansiedlungen nachziehen würde, kann ich die Horrorzenarien nicht nachvollziehen.
    Neulich sagte mir ein Bekannter:“ Du hast gut reden, Du wohnst zur Miete, ich habe aber mein Haus ziemlich eng fienanziert und wenn dann der Wert fällt bekomme ich keine Anschlussfinazierung und die Bank nimmt mir alles weg.“ Hm, ich habe ihm nach und nach dargelegt, das ich ehermit einer höheren Miete zu rechnen habe als er mit dem sinkenden Hauswert. Denn für den Fall, das es zur Schaffung (gutbezahlter) Arbeitsplätze kommt, wird es zu einer zuwanderungins Havelland kommen und Wohnraum+Grundstücke entsprechend teuerer. Achso ich kann mir nicht vorstellen, das das Kraftwerk von jedem Punkt im Havelland zu sehen sein wird, es liest sich hier als wenn wir Bitterfelder DDR Zustände bekommen würden.

    • Lieber Joern,
      Du scheinst Dich auszukennen.
      Sag mir doch mal, welche Versicherung ca. 10.000 Häuslebesitzer abschließen sollen um einen Wertverlust von ca. 50.000 EUR pro Haus innerhalb von 10 Jahren abzusichern.
      Oder gibt es irgendwo einen Rettungsfond für schlappe 500 Mio. der für solche Fälle herangezogen wird? Vielleicht hat sogar Wustermark-Energie schon daran gedacht und alles mitgeplant?
      Stell Dir bloß mal vor, wenn von den 10.000 Häuslebesitzern nur 1% zahlungsunfähig werden! Und wenn dann von diesen 100 Familien nur eine die Nerven nicht behält.
      Man mag da gar nicht drüber nachdenken, als einfacher Bürger – als Gemeindevertreter ist man aber verpflichtet auch darüber nachzudenken.

    • hallo joern,

      als das kannst du wohl abhaken,von wegen höhere Mieten,und mehr Zuzug nach Wustermark.
      Ich versuche gerade eine Wohnung übers Internet zu vermieten,erste Frage:wie weit ist das Kraftwerk entfernt,2.könnte man es hören/riechen ?
      Was kam,eine Absage.,gruss

  3. Hallo zusammen,

    was wird eigentlich aus der großen Investition von Karls Erdbeerhof, oder habe ich die nur geträumt. Erdbeeren aus dem Industriestandort Wustermark. Ob das wohl ein Qualitätsmerkmal sein wird?

    Vielleicht hat dieser Investor, wenn er schlau ist, bereits seine Konsequenzen gezogen und sich einen ländlicheren Raum für seine Qualitätserzeugnisse gesucht?

    Es ist ruhig darum geworden und verdenken könnte man es ihm nicht. Wer schickt schon gern die Kunden zum Selberpflücken auf ein Feld, wo das Kraftwerk im Hintergrund schön dampft…

    • Vielleicht hat Herr Dahl auch bedenken, das er sich mit Investitionsgegnern herumschlage muss. Ich meine es gibt im Norden 4 Standorte von „Karls Erdbeerhof“. Außerdem, wenn das Kraftwerk, wie von einigen befürchtet, die Gegend erwärmt und so viel CO² aus stößt wären das die Idealen Wachstumsbedingungen. Es gibt Gewächshäuser wo der CO² Gehalt in der Luft künstlich hochbesetzt wird um das Wachstum anzureichern. Und eine warme Umgebung ist ja auch nicht schlecht.
      Na ja mal sehen wie es mit den Erdbeeren aussieht.

      • Satire oder zuviel Erdbeerwein? Wie kann man nur so naiv sein und verbesserte Wachstumsbedingungen für Erdbeeren mit den verschlechterten Lebensbedingungen der Mensch vergleichen?

  4. Tja, so schnell kann es gehen. Da wird aus dem „Leben im Grünen“ ein „Leben im Grauen“.

    Die Homepage von http://www.wustermark.de:
    „Das Gemeindegebiet ist hauptsächlich geprägt durch Wiesen und Ackerflächen, die vereinzelt durch kleinere Waldstücke unterbrochen werden. Entlang des Havelkanals finden sich noch viele naturbelassene Uferpartien. Bei einer Wanderung, Fahrradtour oder auch einer Bootsfahrt auf dem Havelkanal besteht die Möglichkeit, die reizvolle Landschaft sozusagen aus nächster Nähe zu erleben .“

    müßte dann auch geändert werden:
    „Die Gemeinde ist hauptsächlich geprägt durch ein Gaskraftwerk, das man schon am Geruch aus 10 Km Entfernung wahrnehmen kann. Bei einer Wanderung, Fahrradtour oder auch einer Bootsfahrt auf dem Havelkanal sollten Sie unbedingt einen Filter vor dem Mund tragen. Für den Fall, daß Sie die reizvolle Landschaft sehen wollen, muss die gemeinde Wustermark sich leider entschuldigen. Im Jahr 2011 haben die Gemeindevertreter sich für die Zerstörung der Natur entschieden. Gerne können Sie aber Bilder, die Wustermark vor der GuD-Naturkatastrophe zeigen bei uns per e-Mail bestellen.“

    • Wieso sollte der Geruch schon 10 km vor Wustermark wahrnehmbar sein? CO2 ist doch ein geruchloses Gas.

      Und wofür einen Filter vor dem Mund? Wegen der Autobahn und Bundesstrasse?

      Daher wäre meine Empfehlung den Änderungsvorschlag zu überarbeiten, damit nichts Falsches darin steht.

      Gruss
      Hans

      • Lieber Hans,

        schau mal hier: http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,788562,00.html

        P.S.: CO2 ist geruchlos, aber Schwefelverbindungen stinken.

      • Es ist ja auch so, das wir auf der „Nauen`er Platte“ selten Windstille haben. Sieht man ja an den Windmühlen. Wenn wir, so wie Dresden, im Tal liegen würden, würde ich mir auch mehr sorgen machen. Ansonsten glaube ich nicht, das Herr Jahnke sich sorgen um den Vertrieb der Solaranlagen machen muss. Übrigens für deren Herstellungen werden Strom und Chemikalien gebraucht. Und im falle eines Gebäudebrandes (was Sankt Florian verhüten möchte) sind die Anlagen, für die Feuerwehren, auch Problematisch. Einfach zu dem Thema mit den Feuerwehrleuten reden.

        Gruß

        Jörn

      • Lieber Jörn,
        nichts ist perfekt. Aber es kommt doch auf die Gewichtung der möglichen Gefahren an.
        Schau mal bei google:
        „Solardachbrand“ – 126 Treffer
        „Atomunfall“ – 711.000 Treffer
        „Erdgasunfall“ – 501.000 Treffer
        Noch Fragen?

    • Lieber Ulrich,

      ich habe auch mal gegooglt:

      „Kraftwerksunfall“ – 39700 Treffer
      „unfall+gaskraftwerk“ – 1 Treffer

      Kommt halt immer darauf an welches Ergebnis man erzielen will.

      Gruss
      Hans

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