Was hat der Atomausstieg mit gigantischen Gaskraftwerken zu tun?

NICHTS!

Wer gestern Abend keine Lust auf Berieselung durch einen langweiligen Film hatte, konnte auf zdf-info eine interessante Sendung verfolgen. Was nun? Atomkraft

Fazit der Experten aus der Entscheidung der Bundesregierung:

– wir können sehr wohl unseren Strombedarf aus erneuerbaren Energien (EE) decken, wenn:

–>wir auf dem Weg dorthin den Strom dort produzieren, wo er gebraucht wird (also dort wo die Industrie angesiedelt ist), da auf den weiten Wegen der Stromtrassen zu viel verloren geht

–> es geht um Effizienz, wenn von Gaskraftwerken die Rede war, dann von Wirkungsgraden mit 90 %, mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)

–> um die Schwankungen der EE tatsächlich auszugleichen und hier Regeltechnik einzusetzen sind keine Giganten von Nöten, sondern dezentrale kleine Kraftwerke

Wird mit dem Ausstieg aus der Atomkraft alle klimapolitischen Ziele at akta gelegt, es hat den Anschein, denn alles stürzt sich auf Kohle und Gas, aber…..

*mit der neuesten Technologie, der Vergasung von Kohle (Technologieführer Siemens) könnte hier eine Sicherung der Arbeitsplätze möglich sein, zur Standortsicherung und zur Sicherung von Arbeitsplätzen wäre auch eine Überlegung wert, alte Kraftwerke umzurüsten, statt ständig neu zu bauen

*mit einer sinnvollen Standortwahl von kleinen Gaskraftwerken in der Nähe der Großindustrie könnten mögliche Engpässe von Strom ausgeglichen werden und damit eine vernünftige Regulierung des Preises auch an der Strombörse möglich sein

*mit dem Horrorszenarium des Blackouts und einer Stromknappheit spielt man nur den Spekulanten zu, Länder die nach wie vor auf Atomkraft setzen, freuen sich auf Mehreinnahmen; Ist es denn so, dass der Strommix sowieso mit allen europäischen Ländern gefüllt wird? Ich denke schon, es kommt nur auf die Fließrichtung an!

*Deutschland: Wir sind Exportweltmeister in Sachen Strom, bei einer hisherigen Stromproduktion von 150 GW, davon im Höchstfall benötigen wir selber 80 GW und selbst mit der Abschaltung der alten Atommeiler, ist unser Bedarf gedeckt, denn sie machten lediglich ca. 17 – 20% der Gesamtstromproduktion aus!

*Brandenburg: Wir haben auf Grund unserer Struktur schon heute einen Anteil der EE an unserer Stromproduktion von 47 %, mit den Plänen der Landesregierung hier die Anzahl der Windkraftanlagen (WKAs) zu verdoppeln, stellt sich die Frage: Sollten nicht alle Bundesländer Hand in Hand arbeiten und ein sinnvolles Konzept für die EEs entwickeln?

*Das Frauenhoferinstitut hat gestern eindrucksvoll dargestellt, dass wir schon mit so großen Flächen mit EEs aufgestellt sind, dass das Horrorszenarium der Windstille oder der Sonnenfinsternis unangebracht sind, irgendwo in Deutschland weht der Wind immer und mit zig Tausend Photovoltaikanlagen, die miteinander regelbar sein könnten, wäre ein virtuelles Kraftwerk möglich! Sollte hier vor Ort ein Gaskraftwerk notwendig sein, um die Windkraft auszugleichen, dann sprechen wir hier im LK Havelland (HVL) von max. 400 MW!

*Schaut man auf schon geschaffene autarke Gebäude, dann fällt mir das Güssingprojekt ein und das was in Dänemark ein Insel geschafft hat- sich nur mit EE zu versorgen – Es ist nichts unmöglich, es muss gewollt sein und von allen getragen werden!

Aber haben die großen Konzerne Interesse daran? Ein Atomkraftwerk wirft pro Tag 1,5 Mio. € ab, zum Teil macht der Anteil der Investitionen der Großkonzerne in die EEs gerade mal 4 % aus (Bsp. RWE). Und hier bei uns?

–>Statt sich Gedanken um Speicherkraftwerke zu machen, wo überschüssige Energien aus Windkraft in z.B. Methangas gespeichert werden, werden 640 Mio. € für ein Referenzkraftwerk für Siemens, das in seiner gigantischen Größe nicht gebraucht wird, dass 800 MW Abwärme pro Stunde produzieren würde, ausgegeben. JA dafür ist dann das Geld da, es geht um Gewinnmaximierung! Für wen? Sicher nicht für unsere Umwelt und sicher nicht für das Steuersäckel!

Lasst Euch nicht bequatschen, Sachverständige und Experten sind gegen diese Giganten, schützt Euch und Eure Kinder, wir gehören nicht zu den JA-Sagern. Die haben der Politik lang genug in die Hände gespielt! Es gehörte schon immer Mut dazu gegen den Strom zu schwimmen, NEIN zum 1.200 MW GasGiganten in Wustermark!

Advertisements

15 Antworten

  1. Das Gaskraftwerk in Wustermark wäre für Siemens kein Referenzkraftwerk, da dieses In Irsching läuft.
    Aber bei soviel Unsinn der auf dieser Webseite verbreitet wird, kann man nur hoffen, dass das Ding explodiert und Wustermark ein See wird. Würde niemanden auffallen.

    • Irsching ist kein Referenzkraftwerk und wenn sie auf die Seite von Siemens innovationen gehen, dann steht dort von Siemens geschrieben, dass Wustermark das Referenzkraftwerk werden soll.
      Ich hoffe nicht dass Sie es ernst meinen Wustermark mit 7.900 Einwohnern in die Luft zu sprengen, sonst setze ich ihnen einen Spam.
      Sie können gern dafür sein und gern morgen Abend zu den Sachverständigen der Grünen kommen, die sich in Brieselang treffen, aber Menschen den Tot zu wünschen nur weil sie nicht ihrer Meinung sind, ist wohl nicht zielführend.

      • Das momentane Referanzkraftwerk steht in Irsching, ob man will oder nicht. Dort werden alle potentiellen Kunden hingeführt, um sich vor Ort zu informieren. In Wustermark soll ein weiteres Referenzkraftwerk entstehen. Dies wäre das erste Kraftwerk der H-Class mit 2 Turbinen. Und ganz nebenbei, in die USA gehen 6 weitere Maschinen der H-Class.
        Wustermark möchte natürlich niemand von der Landkarte tilgen. Das war nur ein sarkastischer Seitenhieb auf die Gegner, die im Zusammenhang mit dem Kraftwerk von TNT und explodieren reden.

  2. Wenn man schon Behaupttungen ins Netz stellt, sollten diese fachlich stimmen.
    Deshalb meine Anmerkungen zum Stromexportweltmeister Deutschland.
    Deutschland hat laut TAZ vom 02.07.2010 einen Überschuß von 6,7 %, das sind gut 9 Milliarden kW/h Strom exportiert.
    Dies entspricht einer Menge von 9000 GW/h. Das Quartal hat 2190 Stunden, also komme ich auf eine Zahl von rund 4,1 GW Kraftwerksleistung die durchschnittlich je Stunde exportiert wurde.
    Wenn ich Ihre genannten Zahlen sehe, kann ich nur kommentieren “ Diese sind total übertrieben und völlig haltlos. “ Warum muß immer diese Panikmache betrieben werden?

    • Danke für ihre weiteren Hinweise.
      Ihr Wort Panikmache in diesem Zusammenhang ist nicht verständlich.
      Wir betreiben keine Panikmache, ganz im Gegenteil, es wird versucht von Seitens Siemens und Advanced Power (Wustermark energie) uns für dumm zu verkaufen.
      Verschwendung von Energien (Abwärme von 800 MW /h) um den Standort Wustermark unbedingt zu bebauen, ist dekadent.
      Heute Morgen im ARD wurde Renate Künast zur Energiepolitik gefragt (heute läuft das Moratorium aus) und sie betonte, dass wir von kleinen dezentralen Kraftwerken sprechen und dem damit verbundenen Ausbau der Stromnetze von Nord nach Süd nicht ohne die Beteiligung der Menschen vor Ort tun sollten. Bürgerbeteiligung und nicht den Bürger abbügeln.
      Wir verwehren uns dagegen, dass hier eine absolute Stromknappheit ohne zusätzliche gigantische Gaskraftwerke passieren wird. Das ist für uns Panikmache.
      Lese ich dann weiter die Visionen des Hr. Christoffers (Wirtschaftsminister Brandenburg) in der Märkischen, der alle ehemaligen Militärflächen für den Ausbau der EE verwenden möchte, dann finde ich diese Vorstellung genau im anderen Extrem.
      Was sollen die Menschen in Brandenburg noch alles aushalten? Das kann doch nur von allen Bundesländern getragen werden. Oder können sie das nicht mittragen.
      Die Zahlen zur Stromproduktion Deutschlands wurden kurz nach dem Unglück in Japan veröffentlicht, um deutlich zu machen, dass Atomstrom in unserem Land nicht dinglich notwendig ist, um die Stromsicherheit in unserem Land zu gewährleisten.
      Zu den Zahlen der Stromproduktion der EE u.a. in Brandenburg, können sie sich auf der Seite der Deutschen Umwelthilfe e.V. belesen. Hierzu gab es dazu einen interessanten Vortrag von Herrn Rainer Baake, den die Grünen des Havellandes einluden, um uns zu zeigen wie weit die EEs schon sind.
      Vernünftige Konzepte müssen her und nicht mit dem Ausverkauf einer Landschaft und der Benutzung einer verschuldeten Gemeinde ein Alibi für die Industrie schaffen und uns verkaufen.

      • Ich möchte an dieser Stelle doch noch einmal auf die (meinerMeinung nach leidige) Diskussion der „Energieverschwendung“ eines GuD-Kraftwerkes zurück kommen. So langsam finde ich das Argument reichlich ausgelutscht:

        1.) „Energieverschwendung“ Windkraftanlagen:

        Bei Windkraftanlagen im Binnenland werden 2000 Volllaststunden als realistisch angesehen, bei Anlagen in Küstennähe rund 2500 Stunden, und für zukünftige Offshore-Anlagen werden 3800 Volllaststunden angegeben (siehe hierzu Wikipedia, Stichwort: Windkraftanlage).
        Der Wirkungsgrad für die Umwandlung der Windenergie in die mechanische Energie beträgt zwischen 25-40%. Also mehr als 20% weniger Wirkungsgrad als das angestrebte GuD-Kraftwerk.
        Um ein Kraftwerk der geplanten Größe Wustermarks durch Windkraftanlagen zu ersetzen wären ca. 400 Windräder erforderlich.

        In der Ausgabe August 2010 des BMWI „Energie in Deutschland“ wird auf Seite 19 folgender Vergleich genannt: „Trotz vergleichbarer installierter Leistung (etwa 26GW) trug die Windkraft zur Stromerzeugung 2009 allerdings mit rund 6% deutlich weniger bei als die Kernenergie (rund 23%).

        Hinzu kommt der zwingend erforderliche Netzausbau, der ebenfalls nicht unerhebliche Kosten und Resourcen benötigt.

        2.) „Energieverschwendung“ Solarenergie:

        Heutige Solarkraftwerke haben einen Wirkungsgrad von ungefähr 30% (jeder kann ja rechnen, trotzdem: ca. 30% weniger als der angebliche Energieverschwender GuD-Kraftwerk).
        Bei Solarenergie sollte ausserdem der Flächenbedarf nicht ausser acht gelassen werden. Um ein 1200MW-Kraftwerk durch Solarenergie zu ersetzen würde eine Fläche von etwa 3000ha benötigt, bei Investitionskosten von mehr als 2 Milliarden €.

        Nicht umsonst wird das Desertec-Projekt mit 400 Milliarden € veranschlagt.

        3.) „Energieverschwendung“ Braunkohlekraftwerk:

        Ein modernes Braunkohlekraftwerk hat einen Wirkungsgrad von 35-38% (den Vergleich mit dem GuD-KW spare ich mir).
        Da Braunkohle i.d.R. im Tagebau abgebaut wird, ist die Zerstörung von Natur und Landschaft m.E. nicht zu verachten. Hinzu kommt möglicherweise die Renaturierung, welche auch Resourcen und Energie verbraucht.

        4.) „Energieverschwendung“ Steinkohlekraftwerk:

        Heutige Steinkohlekraftwerke haben einen Wirkungsgrad von ca. 42%, also auch wesentlich weniger als das GuD-Kraftwerk. Hinzu kommen die wesentlich größer dimensionierten Gebäude die benötigt werden sowie Lagerflächen für die Kohle. Gleiches gilt übrigens auch für ein Braunkohlekraftwerk.

        Interessant wäre an Stelle auch mal die Ermittlung des gesamten CO2-Ausstosses, beginnend mit der Ausbeutung von Rohstoffen, über die Produktion von benötigten Komponenten, Versiegelung/Zerstörung von Flächen, Wartung/Service bis zur endgültigen Verschrottung der Anlagen und Wiederverwertung von Rohstoffen für die Gesamtlebensdauer der entsprechenden Kraftwerkstypen. Ich könnte mir gut vorstellen, daß die sich daraus ergebende CO2-Bilanz bei einigen der o.g. KW-Typen nicht so günstig ausfällt wie gedacht. Vielleicht gibt es derartige Rechnungen schon (über einen Hinweis wäre ich dankbar, interessiert mich auch).

        Warum setzt sich die Bürgerinitiative nicht aktiver für die KWK des Kraftwerkes ein? Es wären ja das Gewerbegebiet, das B5-Center und die umliegenden Anwohner, die mit Heizwärme versorgt werden könnten. Die BI hat es doch in der Hand hier aktiv zu werden und das KW-Projekt noch attraktiver zu machen.

        Oder geht es doch „nur“ um Wertverluste von Grundstücken und Häusern?

        Dann sollte dieses Argument aber auch in den Fordergrund rücken und nicht immer Natur, Energieverschwendung, Explosionsgefahr, und sonstige Pseudogründe vorgeschoben werden. Dann bitte das Kind beim Namen nennen.

        Mit freundlichen Grüßen
        Uwe

        P.S. an „bin auch dafür“: Der Spruch vom 21.06.; 10:01 ist nicht tolerierbar. Hierfür ist eigentlich eine Entschuldigung fällig!

      • Lieber Uwe,
        ja wir kennen die Zahlen und NEIN es geht nicht vordergründig um den Werteverfall von Haus und Hof. Sicher wird es Menschen geben die dieses favorisieren, was auch verständlich ist. Danke nochmal für die ausführlichen Zahlen, die wurden gestern Abend ähnlich auch so benannt. In der Sendung „Unter den Linden“. Hier fand ein interessantes Interview mit Umweltminister Röttgen statt. Ihm wurde u.a. die Frage gestellt ob denn jetzt flächendeckend alles mit Gas-und Dampfturbinenkraftwerken zugebaut werden soll und damit eine ggf. Abhängigkeit von Putin gegen die Atomkraft getauscht wird. Worauf hin er genau das Argument brachte, dass für uns im Vordergrund steht- Thema Kraft-Wärme-Kopplung. Aber er führte u.a. auch aus, dass diese Kraftwerke dort errichtet werden soll, wo die Schwerindustrie ansässig umso diese Stromsicherheit zu gewährleisten. Auch damit der Netzausbau nicht ein Hinderungsgrund wird. Er führte auf Putin angesprochen aus, dass nicht zwangsläufig von Erdgas aus Russland spricht sondern auch von Alternativen wie Biogas, Methangas aus Windkraftspeicherung. Was aber nach wie vor für Deutschland wichtig bleiben wird, ist die einheimische Kohle, die noch Ressourcen für die nächsten 500 Jahre hat. Mit den Technologien von Siemens zur Vergasung von Kohle gibt es hier technologische Ansätze, die ich persönlich auch für die Sicherung von Arbeitsplätzen und ganzer Regionen halte. Forschung und Entwicklung klimafreundlicher Technologien sollte auch nicht auf Kosten der Arbeitskräfte zu gehen. Um nochmal kurz auf den Standort Wustermark zu kommen. Die Kühlung durch die Luftkondensatoren mit 84 Ventilatoren (Durchmesser lt. Investor je ca. 3m), die wie sie sicher wissen Infraschall im Bereich unter 30 Hz erzeugen, werden hier tieffrequenter Schall erzeugt, der die Menschen in 420 m Entfernung nicht mehr leben lassen wird. Kommen Sie doch heute Abend in das Künstlerhaus am Bhf. Brieselang. Um 19:15Uhr findet eine Versammlung der Grünen, die kleine dezentrale Gaskraftwerke befürworten, dieses GuD-KW hier aber ablehnen, statt. Seit Monaten steht dieses KW auch dort in der Diskussion, die Frage nach der Störfallverordnung, die Angriffe auf einen renommierten Professor und der Ausverkauf einer Gemeinde. Ein ROV basierend auf einer Prognose eines Gutachters, der nachweislich beim KW Datteln im Bereich Lärm ein Gefälligkeitsgutachten erstellt hat, zu einer Zustimmung führen kann und wie ein KW in Marzahn mit 600 MW eine Erdgasmenge von 45 t hat (damit unter die Störfallverordnung fällt) und hier ein doppelt so großes KW 1.200 MW lt. Frau Kallabis (Investor AP) nur 1,2 t Erdgas auf dem Grundstück unter Volllast haben wird, ist doch sehr fragwürdig. Bei einem stündlichen Verbrauch von 220.000 Nm³ (Normkubikmeter) an Erdgas werden sie sicher auch in der Lage sein, die Menge die Herr Prof. Rochlitz mit weit über 50 t beziffert hat, zu berechnen.
        Damit bleiben 3 Faktoren: 1. die KWK, 2. der Lärm, 3. Störfallverordnung ja /nein.

      • Hallo,

        leider ist unter Ihrer Antwort vom 22.06., 11:36 Uhr, kein Antwort-Button, daher möchte ich an dieser Stelle zu 2 der 3 genannten Faktoren nochmal meine Gedanken niederschreiben:

        zu 1. die KWK

        Ich hatte geschrieben:
        „Warum setzt sich die Bürgerinitiative nicht aktiver für die KWK des Kraftwerkes ein? Es wären ja das Gewerbegebiet, das B5-Center und die umliegenden Anwohner, die mit Heizwärme versorgt werden könnten. Die BI hat es doch in der Hand hier aktiv zu werden und das KW-Projekt noch attraktiver zu machen.“

        Ich meine, daß eine ausreichende Zahl von Abnehmern in der Umgebung des geplanten Kraftwerks vorhanden wäre. Daher wäre es wünschenwert, wenn die BI mit dem Investor zu diesem Punkt das Gespräch suchen und hier eine Lösung zur Versorgung mit Fernwärme erarbeiten würde.

        zu 3. Störfallverordnung ja /nein.

        Sie haben geschrieben:
        „Frau Kallabis (Investor AP) nur 1,2 t Erdgas auf dem Grundstück unter Volllast haben wird, ist doch sehr fragwürdig. Bei einem stündlichen Verbrauch von 220.000 Nm³ (Normkubikmeter) an Erdgas werden sie sicher auch in der Lage sein, die Menge die Herr Prof. Rochlitz mit weit über 50 t beziffert hat, zu berechnen.“

        Die 220.000 Nm³/h entsprechen 3.700 Nm³/min. Je nach Zusammensetzung des Erdgases ergibt sich ein Gewicht von 2,6 t/min (Erdgas H, 0,70 kg/Nm³) bis 3,1 t/min (Erdgas L, 0,84 kg/Nm³). Bei Lieferungen aus der Nordsee sowie den GUS-Staaten handelt es sich i.d.R. um Erdgas H (Quelle: Wikipedia, Stichwort: Erdgas)

        Soweit mir bekannt wird für den Betrieb der Gasturbinen ein gewisse Puffermenge an Erdgas auf dem Betriebsgelände (vermutlich sind hierfür die Rohrleitungen auf dem Gelände schon ausreichend) benötigt, um Druckschwankungen ausgleichen und die Anlage bei Unterbrechung der Versorgung ordentlich abfahren zu können. Ich gehe davon aus, daß hierfür Erdgas für maximal 1-2 Minuten, d.h. 2,6 bis 5,2 t, völlig ausreichend sind.

        Vielleicht sind aber auch wirklich die von Frau Kallabis genannten 1,2 t ausreichend, welches dann ca. 20 Sekunden entsprechen würde.

        Ich vermute, daß die Anlage wirklich nicht unter die Störfallverordnung fällt, da der Schwellenwert für hochentzündliche Stoffe erst bei 10.000 kg liegt.

        Bliebe von den 3 Punkten noch das Thema „Lärm“ offen.

        Dies würde bedeuten (sofern 1. und 3. erledigt), wenn der Punkt Lärm ebenfalls zu Ihrer Zufriedenheit geklärt werden könnte, stünde dem Bau des KW´s nicht mehr in Wege?

        Mit freundlichen Grüßen
        Uwe

        P.S. an „bin auch dafür“: Es fehlt noch die Entschuldigung.

  3. Frage? Wer entscheidet über die Freigabe von Kommentaren?
    Und wie lange dauert so was?

    • Der Betreiber der Website setzt die Spams und entscheidet wann etwas sachdienlich oder nur zum Frust ablassen gemeint ist. Kommentare von eingehenden Nickmans werden ersteinmal grundsätzlich zugelassen und wenn sie nur beleidigend sind geblockt.
      Wir werden uns nicht auf die Stufe der mark-online begeben, wo Beleidigungen zulässig sind und nicht sachlich diskutiert wird. Daher ein Sachkommentar von Ihnen drin und nur plakative Kommentare raus.
      Habe ich seit der Eröffnung der Seite so gehandthabt und wird sich nicht ändern.
      Netter Umgang miteinander selbst bei gegensätzlichen Positionen ist hier usus und dies ist meine Verantwortlichkeit. LG

  4. Wer lesen kann ist klar im Vorteil und sollte dabei die 88 Seiten der Gemeinsamen Landesplanungsabteilung, die die Auswertung des ROV darstellen, nicht vergessen.
    Das Vorhaben ist für die Pflanzenwelt, Tierwelt und für die biologische Vielfalt unvereinbar! Das hat nichts mit Idylle oder Sarkasmus zu tun, sondern mit gesunden Menschenverstand und Verantwortung für uns und unsere Umwelt!

  5. Was man nicht alles schreibt, damit der idyllische Kreutzungsbereich BAB10 /B5 /Kanal/Bahnlinie nicht von so einem BÖSEN Kraftwerk verschandelt wird!
    Eine Frage wie viel Sauerstoff, Stickstoff und CO² sind in unserer Atemluft?
    Und was brauche eigentlich Pflanzen zum wachsen? Wird auch in Gewächshäusern angereichert.
    Schönen Abend noch!

    • Werter anonymer „ich bin dafür“,
      damit das auch für Sie noch mal klar wird:
      auch wir sind für moderne Gaskraftwerke, mit KWK, als Übergangslösung, aber dezentral, kleiner und am richtigen Ort ,aber nicht 450m von der nächsten Wohnbebauung entfernt!
      Mit freundlichen Grüßen.
      PS …wenn Sie so für das Kraftwerk sind, müssen Sie sich doch unsere website nicht ansehen/antun!

      • Ach so, hier sind also nur genehme Kommentare erwünscht?
        Also ein Klub der „Leidenden“, die unter sich bleiben wollen.
        Dann aber bitte anonym treffen und keinen Blog.

        Schönen Abend
        Hans

      • Sachlich und zielführend, wir sind kein Kindergarten wo man seine Bock ablassen kann, weil man nicht gehört wird. Das hat nichts mit leidend zu tun.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: