Was hatten wir in den letzten Tagen alles zu lesen?

Hallo, es ist ein großer Wirrwarr in der Presse unterwegs.
Gestern noch teilte die Landesregierung mit, dass das ROV abgeschlossen ist und nur noch ein Katastrophen- und Explosionsschutzkonzept fehlen würde. Ach ja und dann der letzte Satz, sollte sich an dem Vorhaben etwas ändern, dann wäre das ROV nicht mehr gültig.
Mit vielen Menschen habe ich in der letzten Zeit geredet und für viele stellte sich die Frage, war es das? Ist jetzt alles in Sack und Tüten? NEIN liebe Mitstreiter. Das ROV ist keine Baugenehmigung und vergessen wir nicht, das Gutachten hat Prognosen zum Inhalt, die eintreten können, aber nicht müssen!
Da hat uns am Wochenende die BRAWO zum Glück wieder gut informiert uns eine Frage beantwortet. Denn Fakt ist, dass die Gemeindevertreter Wustermarks das schwere Amt haben, über das Wohl und Wehe der Gemeinde zu entscheiden. Patt, Gleichheit der Meinungsverschiedenheiten. Am meisten stört mich immer der Satz, ja wenn dann alle Prognosen und Aussagen des Investors stimmen, dann habe ich nichts mehr gegen das Projekt. Was wenn nicht? Wer ist dann verantwortlich und stellt sich?
Was will der Investor unbedingt?
1) ein Kraftwerk bauen, das so noch nicht gebaut wurde
2) ein Kraftwerk bauen, damit Siemens seine Turbinen verkaufen kann
3) ein Kraftwerk bauen, dass Advanced Power nach der Fertigstellung verkaufen kann (vielleicht an Vattenfall oder einen anderen Konzern)

Warum sind wir dagegen?
1) weil die Abstände zu den Häusern unserer Bewohner mit 420 m zu dicht sind,
2) weil hier ein fossiles Kraftwerk gebaut werden soll, dass nur Strom produziert und seine Abwärme für mgl. 60.000 Haushalte einfach in die Luft bläst
3) weil die Energiewende nicht für fossile Energien sein darf, Japan hat uns gezeigt, was passiert wenn gigantische Anlagen allein für die Versorgung zuständig sind, sollte es eine Havarie geben, würde der Strom für 1,5 Millionen Haushalte ausfallen!
4) die Sicherheit und Gesundheit unserer Menschen muss an erster Stelle stehen, tieffrequente Töne von langsamlaufenden Ventilatoren, von Turbinen und Kesseln erzeugen einen Infraschall, der Menschen krank macht, Höchstspannungsleitungen (380 KV) in unmittelbarer Nachbarschaft zur Wohnbebauung haben mit den elektromagnetischen Feldern Einfluss auf unsere Gesundheit (Studien haben gezeigt, dass für Kinder ein 10mal höheres Risiko an Leukämie zu erkranken, besteht)
5) die Wohnqualität unserer Menschen muss gewahrt bleiben, es kann nicht sein, dass der Mensch ein störendes Insekt für die Wirtschaft, einfach umgesiedelt wird
-Kann das hier passieren? Schaut man sich die Beispiele in Deutschland an, z.B. Kraftwerk Knappsack, dann weiß man, dass dies kein Problem in Deutschland ist!
6) das Wachstum unserer Gemeinden steht auf dem Spiel; Wo möchten denn die Menschen leben? Im Industriegebiet oder im Grünen? Warum sind denn so viele Familien hier herausgezogen?
Familien mit Kindern sind die Zukunft, der Erfahrungsschatz unserer Senioren und die aktive Mitbestimmung unserer Bürger machen eine wachsenden Gemeinde aus. Trennung zwischen Gewerbe und Wohngebieten sichert eine gesunde Gemeinde. Vernünftige Gewerbeansiedlung machen ein Gemeindeanteil aus und hilft die Schulden abzubauen.
Nicht größer schneller weiter, wenn es um die Ausbreitung von Industriegebieten geht. Vernunft und keine Gier sichert eine Gemeinde. Große Industriegebiete wurden in vielen Gemeinden nach der Wenden geplant und heute stehen sie leer. Nutzlose Flächen nur wenig bebaut und die Körperschaftsteuer z.B. wird dort entrichtet, wo der Hauptsitz des Unternehmens ist. Ist der Hauptsitz von Siemens hier? Ist der Hauptsitz eines Energiekonzerns hier? Was ist mit der Adwanced Power?

Was passiert gerade hier in unserer Gemeinde?
Unter dem Deckmantel der IHK durfte der Investor der wustermark energie unseren Kindern in der Oberschule Elstal sein m.E. „Märchen“ von einem nicht schädlichen, ganz leisen und unauffälligen Kraftwerk mitten in einem Industriegebiet erzählen. Das angeblich tausende Arbeitsplätze schafft und kleine Unternehmen hier in Wustermark am Bau mit großen Aufträgen versorgt. Auf die Frage nach dem Bau, wird uns vom Investor immer wieder gesagt, dass er dafür nicht zuständig ist. Wie kommt er dann zu seinen Aussagen? 😉 ach ja Prognosen.
Herr Bank berichtete in der Zeitung, dass ihm von der Landesregierung in Potsdam signalisiert wurde, dass vielleicht ein Kohlekraftwerk für das GuD-Kraftwerk abgeschaltet wird. Was passiert denn mit den Arbeitsplätzen dort? Was passiert mit den Gebäuden? Was passiert mit den Familien, die von diesem Kraftwerk leben? Wäre es nicht vernünftiger diese Kraftwerke umzurüsten und hier mit Effizienz und statt Kohle Gas als Brennstoff, die schon vorhandene Infrastruktur für Strom und Verkehr zu sichern? Damit den Menschen dort einen Sicherheit für ihre Arbeitsplätze und ihre Familien geben. Ist es nicht das, was sich die Partei „Die Linke“ auf die Fahne geschrieben hat?

Bekommt ihr auch immer die Flyer von Bürger für Wustermark?
Sie haben einen Anstrich wie die Werbung des Investors – und als uns Herr Tillig, bei der Infoveranstaltung der Linken am 21.März 2011 erläuterte, dass er als Bauingenieur und Projektleiter u.a. auch für Vattenfall tätig ist und etwas später Herr Reimers als leitender Mitarbeiter der Firma Siemens bekannt wurde, konnte ich nicht umhin, ihre Werbung in den Müll (Papiertonne) zu werfen. Sorry ich weiß Hochglanzpapier ist teuer und die Verteilung kostet auch viel Geld. Aber das ist meine Meinung, das kann jeder halten wie er mag.

Den Gemeindevertreter der WWG, der Mitbesitzer eines Grundstückes neben dem Kraftwerksgelände ist, auf dem der Investor schon mal einen Lärmschutzwall für Dyrotz erwähnte, haben wir aufgefordert, sich an die Verfassung des Landes Brandenburgs zu halten, denn nach §22 ist er als befangen zu erkläre, wenn er als Mitentscheidender für sich oder einen direkten Verwandten möglicher Weise begünstigt/ benachteiligt werden könnte. Damit darf er nach §22 der Kommunalverfassung des Landes Brandenburg an den Beschlussfassungen zum Projekt GuD nicht abstimmen!
Herr Stein der GV-Vorsitzende äußerte daraufhin, dass der GV das Problem bekannt sei und dass die GV hier entscheiden würde, ob eine Befangenheit vorliegen würde oder nicht. Herr Stein, das ist so nicht richtig. Lesen sie doch mal ihre Kommunalverfassung §22 genau! Bitte Herr…. haben sie so viel Anstand und erklären sich selber für befangen.

Wie sieht es aus mit dem Strom im Land Brandenburg?
Brandenburg hat schon heute 58% seiner Stromproduktion aus EE, wie letztens Herr Christoffer in einem Interview mit der MAZ ausführte. Wir sind auf einem guten Weg, wenn wir hier gemeinsam an den Erneuerbaren Energien arbeiten. Mit allen meine ich allen Bundesländern in ganz Deutschland. Der Landkreis Havelland und das Land Brandenburg werden ganz sicher die Energiewende nicht allein bewältigen.
Wir Wustermarker brauchen kein gigantisches GuD-Kraftwerk, dass 150.000 Menschen in unserer unmittelbaren Nachbarschaft, die Lebensqualität nimmt. Wir benötigen eine vernünftige Vermarktung des GVZ und so könnte man sich auch vorstellen, eine Fläche Energie mit Photovoltaik zu nutzen, statt mit einem Klotz!
Es ist Zeit für Verantwortung, für Mitspracherecht und für vernünftige Projekte zur Sicherung unserer schönen Erde.
Liebe Gemeindevertreter denkt an Eure Bürger, an die Menschen die hier ins Grüne gezogen sind und nicht im Industriegebiet leben wollen. Lärm macht krank und Schadstoffe in der Luft wie CO2, CO, Stickoxide, Schwefeldioxide sind für uns Menschen ungesund. CO2 gilt seit der Klimakonferenz in Kopenhagen als Umweltgift. Ein fossiles gigantisches Kraftwerk bedeutet rückschrittliches Denken und bremst die EE! NEIN zum GuD-Kraftwerk am Standort Wustermark!

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Eine Antwort

  1. Ich kann mich nur wundern über so viel Ahnungslosigkeit. Bevor man solche Kommentare schreibt, sollte man sich vorher informieren.

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