Die Katze ist aus dem Sack!

Ein gesundes neues erfolgreiches Jahr wünsche ich Euch und Ihnen.
Meine Hoffnung auf Einsicht des Investors hat sich zum 31.12.2010 leider nicht erfüllt. So wie E.on und Gazprom zu der Erkenntnis gekommen sind, dass ein Gigant von 1.200 MW unwirtschaftlich ist und in unserem Land eher auf dezentrale Lösungen gesetzt wird, so muss man heute wieder in der Presse die landespolitischen Ergüsse aushalten. Wie war das mit dem Plan der Linken für eine menschenfreundliche Gesellschaft mit den Menschen für die Menschen. Wie schnell sind Programme vergessen, sobald die Mühlen des Machtapparates die Menschen eingefangen hat und die monatlichen Zahlungen über den Lohn eines Arbeiters hinaus auf dem Konto erscheinen. Man verschiebt einfach die Sichtfelder und dann sieht alles wieder gut aus- es lebe die repräsentative Demokratie oder wie Heiner Geißler ausführte – Diktatur!
Wer die Presse in den letzten 14 Tagen verfolgen konnte, hat die Erkenntnis gewinnen können, das Wustermark mit seinen Menschen das Bauernopfer unserer glorreichen Landesregierung ist und bleiben soll. Damit nicht arg so ein ekelhafter Beigeschmack entsteht, wird der unverschuldet verschuldetene Gemeinde noch Geld aus dem Solidarfond zugeschoben, dann tut das Opfern nicht so weh?
Wie war das noch mit der angeblichen Zwangsverwaltung und der Solidargemeinschaft unter den Gemeinden eines Landkreises oder eines Bundeslandes? Die ausführlichen Erklärungen von Herrn Adrian sind eingetroffen und eine Angstmache wie von der WWG und Herrn Bank ausgeführt -dass sie eher dem Kraftwerk zustimmen, als eine Zwangsverwaltung zu riskieren- bekommt eine ganz andere Richtung! Es lebe die Solidarität!
Meine Wünsche zum neuen Jahr sehen da etwas anders aus!
Weder möchte ich ein Baueropfer sein, noch möchte ich mit meiner Familie neben einem gigantischem Gas- und Dampfkraftwerk wohnen! Es wird an einer Einwohnerbefragung gearbeitet und ich hoffe, dass Gemeindevertreter ein Gewissen und einen Spiegel daheim haben, denn ob rechtlich verbindlich oder nicht- wir reden hier von MORAL!
Der Herr Wirtschaftsminister kennt seine eigenen Programme nicht und das finde ich sehr bedauerlich.
Geben sie doch bitte den Leitstern 2010 für die innovative Energiepolitik zurück, dann macht das auch mehr Sinn! Zumindest muss Herr Bank jetzt nicht mehr hinter vorgehaltener Hand sagen, dass er seinem Wirtschaftsminister folgen wird, er braucht sich jetzt nur noch auf die Polititk seiner Linken Regierungsabteilung berufen. Dann bekommt die nette Abstimmung doch eher den Charakter einer demokratischen Abstimmung und vorallem in kommunaler Selbstverwaltung- OHNE DRUCK VON OBEN!
Dabei muss man wissen, dass die Linken in der ersten Abstimmung entsprechend ihrer Mitgliederversammlung gegen das Projekt waren und erst als sie beiseite genommen wurden und ihnen offensichtlich klar gemacht wurde, dass hier höhere politische Interessen im Spiel sind in 2009 umgekippt sind! Sie hätten auf die Stimmen ihrer Mitglieder hören sollen, denn sie sind es die hier leben und nicht Herr Christopher!
Wenn das Land die Verschuldung des GVZ verursacht hat, dann bitteschön übernimmt das Land die Schuldenlast und Wustermark kann in Ruhe sein Logistikzentrum weiter vermarkten und sich im GRÜNEN entwickeln.
Da die Zinsen aus dem Solidarfond gestützt werden, kann hier auch der seinen Kopf hinhalten, der es verbockt hat. Die Fragen die sich für mich stellen sind, warum der ehemalige Bürgermeister überhaupt das GVZ in die Gemeinde Wustermark übernommen hatte? Es muss doch damals schon klar gewesen sein, wer hier die Schulden verursacht hat? (Hieß die Gesellschaft nicht LEG – Landesentwicklungsgesellschaft? War nicht der Geschäftführer ein Herr C. Vollbrecht aus Priort? Dieser saß doch auch bei der 1.Veranstaltung des Investors im November 2009 vorn am Tisch der Initiatoren! Wo ist er geblieben? Wurde nicht schon damals die Maklergesellschaft IPG Infrastruktur- und Projektentwicklungsgesellschaft mbH- beauftragt? Zumindest steht ihr Kürzel auf verschiedensten Plänen. Warum wurde nicht schon in den letzten Jahren eine aktive Vermarktung betrieben und Herr Gollnick von der IPG freut sich auf die Auslastung des GVZ mit einem Kraftwerk? Sehen wir da die $-Zeichen in den Augen der Makler fürs Nichtstun-(Wieviel Prozent von 6,9 Mio.?) oder welchen Anteil hatte die IPG an der Nichtvermarktung und der Weiterverschuldung der Gemeinde? Wenn steht doch die Maklercortage doch eher der Gemeinde zu,oder? Auch Nichtstun hat seine Auswirkungen!! Aber ich vergaß- Herr Guttschau teilte mit, dass in den letzten Jahren 7 ha veräußert wurden.
Kurz mal zum Überblick -Stand 2009: Bruttofläche GVZ West Teil Wustermark 226 ha, Nettofläche zur Nutzung 127,2 ha, davon in aktiver Nutzung 69,1 ha; offene Flächen zur Vermarktung 58,1 ha. Das entspricht 581.000 qm, bei einem Preis von 45-55 €/ qm entspricht dies einem Verkaufswert (50€/qm) von 29.050.000,00 €. Bei einer Verschuldung von 20 Mio.+Zinsen könnte das wohl reichen. Zumindest platzen Großbeeren und Freienbrink aus allen Nähten! Das war das vom Land geplante Dreigestirn für die Logistik Berlins! Was bitteschön sind dabei 7 ha?
Informiert man sich auf der Seite zum GVZ West Wustermark, dann fehlt auch der wirklich entscheidende Hinweis, dass hier für Logistikunternehmen Sonderförderungen vom Land zu bekommen sind. Das ist keine Kleinigkeit 50% der Investitionen vom Land gefördert zu bekommen.
Lassen wir uns nicht überraschen – die Kommunalaufsicht hatte an der Satzung zur Einwohnerbefragung noch einiges auszusetzten- somit ist der 8.Februar für uns ein wichtiger Termin und es findet die GV in Wustermark statt, wo das Thema erneut auf den Tisch kommt! Es lebe der Willen der Menschen, teilen wir ihn mit!

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