VASA – Advanced Power – Wustermark Energie – und auch etwas Vattenfall?

Im Internet findet man oft Dinge, die einen zu denken geben. Herr Folker Siegmund ist Geschäftsführer von der neuen Wustermark Energie GKW GmbH & Co. KG, welche für die Errichtung des geplanten Gaskraftwerkes zuständig sein wird. Über allem steht aber Advanced Power. Als man ihn befragte, ob die Errichtung des Kraftwerkes mit der 380-KV-Leitung von Vattenfall zusammen hängen könnte, welche für 2012 geplant ist, wurde dieses verneint. Nun kann man aber skeptisch werden, wenn man folgendes Dokument sich näher betrachtet. Alles bitte unter den Gesichtspunkt, dass der dort erwähnte Folker Siegmund auch „unser“ Folker Siegmund ist. Welches aber nahe liegt, da die Schreibweise des Namens Folker relativ selten  und dazu das Betätigungsfeld auch stimmig ist.

Hier das Dokument:

Eine Teilnehmerliste aus dem Jahre 2007 und hier auch nochmal.

Aus Seite 2  wird ein Herr Folker Siegmund genannt welcher bei der Firma VASA GmbH & Co. KG wohl arbeitet, oder zumindest dieses dort vertritt. Betrachtet man sich nun die Homepage von der  VASA GmbH & Co. KG wird man mit folgendem Spruch begrüßt:

VASA Kraftwerke-Pool Beteiligungs-GmbH

Wir sind Spezialisten im Bereich von Anlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung für den kommunalen und industriellen Bereich.

Wir sind eine Tochtergesellschaft der Vattenfall Europe AG.

Aber das Internet spukt noch mehr aus: Etwas mehr über VASA

Also Geschäftsführer von VASA GmbH & Co. KG war ein Herr Siegmund.

Was soll man sich dabei  nun denken? Im Jahre 2007 war Herr Siegmund wohl für ein Tochterunternehmen der Vattenfall Europe AG tätig. Ist es Zufall, dass Vattenfall eine 380-KV-Leitung in Nähe des geplanten Standortes entlangführen wird? Oder wurde vielleicht schon länger dieser (*hüstel*) Zufall geplant? Es entsteht jedenfalls ein fahler Beigeschmack. Wird dem Bürger wirklich reiner Wein eingeschenkt, oder eher trüber Apfelsaft verabreicht? Vielleicht kann ja Herr Siegmund die Frage beantworten, ob er auch der „andere“ Herr Siegmund ist. Es wird bestimmt wieder eine Veranstaltung geben, wo er anwesend sein wird. Wenn die geplante 380-KV-Leitung ein Grund für die Standortwahl ist und man auch mit Vattenfall Geschäfte machen will, und vielleicht sogar zusammen plant,so ist dies erstmal auch nicht verwerflich. Wenn dem aber so ist, sollte der Bürger auch die Fragen diesbezüglich warheitsgemäß beantwortet bekommen. Alles andere schürt nur Misstrauen. Und dieses sogar zu recht. Was wird noch geheim gehalten? Gibt es vielleicht noch Absprachen mit anderen Industriezweigen, welche dann in dem dort entstehenden Industriegebiet bauen wollen? Dieses wäre eine logische Schlussfolgerung. Große Produktionsfirmen benötigen viel Strom. Dieser liegt dann ja praktisch vor der Haustür.

Die ganze Sache Gaskraftwerk Wustermark zeigt, dass der Bürger uninteressant ist, wenn es um wirtschaftliche Interessen geht . Die  Bürger in Wustermark wurden vom Noch-Bürgermeister, Herr Drees, so gut wie gar nicht über das Vorhaben informiert. Kritische Nachfragen wurden geschickt umschifft. Daten was die Umweltbelastung betrifft lagen nicht vor. Begründung war, das man genaue Daten ja erst erarbeiten muss und das alles ganz sicher im zugelassenen Bereich liegen wird.  Also ganz nach dem Motto: Es wird gebaut und wenn was ist, wirds halt angepasst. Und der Havelkanal darf ja um einige Grad wärmer werden. Das Grundwasser wird schon kein Problem sein, usw. Auch die alternativen Standorte wurden auf Nachfrage nicht genau benannt. Wieso? Liegen diese etwa weit ab von Wohngebieten? Sind die Erschließungskosten dort vielleicht etwas höher und dadurch nicht so interessant? Fehlt es vielleicht an einer 380-KV-Leitung, welche in Wurfnähe ist?  Oder fehlt dort ein Industriegebiet wo sich dann noch weitere Umweltverschönende Gebäude breit machen können?  Oder gibt es da vielleicht keinen fleißigen Bürgermeister, der versucht auf Teufel komm raus das Finanzloch seiner Gemeinde zu stopfen und dadurch seine Neuwahl zu sicher?

Geld nennt man heute Knete, weil man jeden damit weich bekommt. (Gerhard Uhlenbruck, dt. Aphoristiker, *1929)

Die Neuwahl des Herrn Drees ist auch so eine Sache. Seine Fraktion, die SPD, hat sich zusammen mit der CDU für einen anderen Kandidaten entschieden. Selbst in der eigenen politischen Heimat ist er nicht mehr gerne gesehen.

Wer schweigt, scheint zuzustimmen. (Papst Bonifatius VIII., 1235-1303)

Wollen Sie wirklich dem Bau zustimmen?

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5 Antworten

  1. Guten Tag,

    ich lese dass es überall kämpfe gibt gegen den Bau eines Gaskraftwerkes.

    Wenn sie einige Fragen haben, können sie sich mit mir in verbindung setzen.

    Ich gehöre auch einer Bürgerinitziative in Frankreich an des Grenze mit dem Saarland. Auf Französicher Seite wird auch ein Doppeltes Gaskraftwerk (aber ohne Wärmeköplung) geplannt.

    In Frankreich sind so über 20 Gaskraftwerke geplannt. Mehr als man überhin braucht.

    Viel Glück bei eurem Kampf

    René MOMPER

  2. Weihnachtsbeleuchtung in Wustermark – oder: bei uns kommt der Strom aus der Steckdose!

    Sonntag, 1. Advent, 10.00 Uhr:
    In der Einzelhaussiedlung Am Igelpfuhl lässt sich der Frührentner Otto B. durch seinen Neffen Norbert drei Elektrokerzen auf der Fensterbank seines Wohnzimmers installieren. Vorweihnachtliche Stimmung breitet sich aus, die Freude ist groß.

    10 Uhr 14:
    Beim Entleeren ihres Mülleimers beobachtet Nachbarin Marianne S. die provokante Weihnachtsoffensive im Nebenhaus und kontert umgehend mit der Aufstellung des 10-armigen dänischen Kerzensets „Gammlekerk“ zu je 25 Watt im Küchenfenster. Stunden später erstrahlt die gesamte Siedlung Am Igelpfuhl im besinnlichen Glanz von 127 Fensterdekorationen.

    19 Uhr 03:
    Im 2,7 km entfernten Gas- und Dampfkraftwerk Wustermark-Nord registriert der wachhabende Ingenieur einen Defekt der Strommessgeräte für den Bereich Buchow-Karpzow/Hoppenrade, ist aber zunächst arglos. Ein vorsorglicher Kontrollanruf beim Gemeindebürgermeister Bernhard D. schlägt fehl, da sich der Bürgermeister soeben auf den Weg zu einer beschaulichen Weihnachtsfeier im kleinen Rahmen begeben hat, zu der er vom örtlichen Landrat gebeten wurde.

    20 Uhr 17:
    Den Eheleuten Manuela und Helge P. aus dem benachbarten Ortsteil Priort gelingt der Anschluss einer Kettenschaltung von 76 Halogenstrahlern aus der Konkursmasse einer ortsansässigen Filmhochschule durch sämtliche Bäume ihres Obstgartens ans Drehstromnetz. Teile der heimischen Vogelwelt beginnen verwirrt mit dem Nestbau.

    20 Uhr 56:
    Der Discothekenbesitzer Maik K. sieht sich genötigt, seinerseits einen Teil zur vorweihnachtlichen Stimmung beizutragen und montiert auf dem Flachdach seines Bungalows das Laser-Ensemble „Megalopolis“, das zu den leistungsstärksten Europas zählt. Die 30m-Fassade eines angrenzenden Getreidesilos am Südrand Buchow-Karpzows hält dem Dauerfeuer der Nikolausprojektion mehrere Minuten stand, bevor sie mit einem häßlichen Geräusch zerbröckelt.

    21 Uhr 30:
    Im Trubel einer Julklapp-Feier im Gas-und Dampfkraftwerk Wustermark-Nord verhallt das Alarmsignal aus der Generatorhalle 2.

    21 Uhr 50:
    Der 88-jährige Kriegsveteran August R. zaubert mit 95 Flakscheinwerfern des Typs „Varta Volkssturm“ den Stern von Bethlehem an die tiefhängende Wolkendecke über der Gemeinde Wustermark.

    22 Uhr 12:
    Eine Gruppe asiatischer Geschäftsleute mit leichtem Gepäck und sommerlicher Bekleidung irrt verängstigt durch die Siedlung Am Igelpfuhl. Zuvor war ein Airbus 380 der Singapur Airlines mit dem Ziel Bankok versehentlich auf dem gefrorenen Ackerfeld hinter der mit 3000 bunten Neonröhren gepflasterten Garagenzufahrt des Pensionärs Harald S. gelandet.

    22 Uhr 37:
    Die NASA Raumsonde Voyager 7 funkt vom Rande der Galaxis Bilder einer angeblichen Supernova auf der nördlichen Erdhalbkugel; die Experten in Houston sind ratlos.

    22 Uhr 50:
    Ein leichtes Beben erschüttert die Umgebung des Gas- und Dampfkraftwerks Wustermark-Nord. Der gesamte Komplex mit seinen 4 Turbinen läuft mit 1400 Megawatt brüllend jenseits der Belastungsgrenze. Dichte Dampfschwaden hüllen den Kraftwerkskomplex sowie die benachbarte Ortschaft Brieselang ein. Aufgrund minimaler Sichtverhältnisse kommt der spätabendliche Verkehr auf dem nahe gelegenen Abschnitt des Berliner Autobahnrings nach mehreren leichten Auffahrunfällen komplett zum Erliegen.

    23 Uhr 09:
    Im taghell erleuchteten Wustermarker Ortsteil Hoppenrade erwacht Dozent Uwe M. und freut sich irrtümlich über den sonnigen Dezembermorgen. Um genau 23 Uhr 12 betätigt er den Schalter seiner Kaffeemaschine…

    23 Uhr 13 und 30 Sekunden:
    In die plötzliche Dunkelheit des gesamten Landkreises Havelland bricht die Explosion des in letzter Sekunde evakuierten Gas- und Dampfkraftwerks Wustermark-Nord wie Donnerhall.

    23 Uhr 16:

    Neben den Flammen, die aus den Ruinen des havarierten Kraftwerks schlagen, versorgen lediglich die 180 mit eigenen Batterien versehenen Windrad-Markierungsleuchten auf dem Windeignungsgebiet “ Nauener Platte“ Teile des Landkreises noch mit einem im Sekundentakt flackernden, unheimlichen rötlichen Lichtschein.

    Durch die stockfinsteren Ortschaften irren orientierungslos verwirrte Menschen.

    Menschen wie du und ich, denen eine Kerze auf dem Adventskranz nicht genug war.

  3. Sagt mal habt ihr Demo´s oder so etwas geplant? Leider steht bei mir unter Veranstaltungen nix. Ich komme zawr nicht direkt aus der gegend aber so ein Vorhaben muss man einfach stoppen. Selbst hier bei uns (nähe Rathenow: Parey, Pritzen, Wolsier, Gülpe, Rhinow, Hohennauen usw.) hängen fast überall diese Roten Kreuze. Das zeigt ja schon das es viele Menschen gibt die damit nicht einverstanden sind.

    Gruß Ernst

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