Herr Investor:“Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern!“

14. Juli 2010 michibelter 13 Kommentare

Beim Onlinelesen der MAZ fielen mir heute mehrere Artikel zu Arneburg (RWE plant ein Steinkohlekraftwerk) ins Auge. Moment mal, wurde uns nicht deutlich gemacht, dass die GuD-Kraftwerke die Kohlekraftwerke ersetzen? Warum wird dann ein Steinkohlekraftwerk, in unserer unmittelbaren Nachbarschaft, gebaut? (ca. 40 km von Rathenow entfernt- an der Grenze HVL zu Sachsen-Anhalt)
Ich denke, dass die Unterlagen zu Arneburg, die im Netz stehen, eine eigene Sprache sprechen. Dort, so wie bei uns, wird versucht, durch die Hintertür, den Menschen ein Kraftwerk vor die Tür zu setzen.
Wenn es nach einzelnen Leuten hier gegangen wäre, würde das GuD-Kraftwerk sicher auch schon in Sack und Tüten sein, wie es von einigen Mitarbeitern in der Verwaltung behauptet wird. Fest steht, dass ein Raumordnungsverfahren (ROV) voraussichtlich erst im Spätsommer eröffnet wird, gerade laufen die Umweltverträglichkeitsvoruntersuchungen (UVU)!
Ich bin bestürzt zu lesen, wie mit uns Menschen und unserem Lebensraum verfahren wird. Wo soll das hinführen? Unser Land Brandenburg steht, im Verhältnis zu seiner Gesamtfläche, an zweiter Stelle von allen 16 Bundesländern, für seine geschützten Landschaften. Das sind die grünen Lungen für uns Menschen. Stellt Euch mal gerade bei diesem Wetter unter eine Baumgruppe und verweilt!
Warum werden die Spielregeln für Kraftwerksstandorte nicht eingehalten?

Alle Gemeinden in unserem Umkreis werben für sich mit „Schöner Wohnen im Grünen“ vor der Landeshauptstadt Potsdam und der Bundeshauptstadt Berlin. Das soll auch so bleiben! Familien mit und ohne Kinder, dass sind unsere Visionen mit Gewerbe, dass dazu passt, so wie es für die Gewerbegebiete geplant war. „Arbeiten und leben im Grünen, Umweltschutz geht uns alle an!“ Steht auf, schützt Euer Hab und Gut, denkt an unsere Umwelt, hier leben wir. Unser aller Zukunft steht auf dem Spiel, dem gegenüber steht die Gier der Energieunternehmen nach Profit und Macht.

3 Jahre lang wurde keine aktive Vermarktung des GVZ, von Seitens der Verwaltung der Gemeinde Wustermark, betrieben, wie Herr Guttschau in der letzten GV ausführte. Die finanziellen Mittel dafür fielen in den letzten Jahren immer wieder dem Rotstift zum Opfer! Wer hatte das gewollt? Mit welchem Ziel wurde hier keine Vermarktung betrieben? Sollte die Gemeinde in diese Situation kommen, damit das Kraftwerk der letzte Strohhalm würde?
Gestern konnte man die Presseerklärung der Advanced Power AG (wustermark energie) lesen.
Herr Siegmund dreht und wendet sich, um das JA  der GV zu bekommen. Frei nach dem Motto, was interessiert mich mein Geschwätz von gestern, steht wortwörtlich darin:

Siegmunds Resümee: „Wir haben inzwischen sehr gute Informationen über den Wasserhaushalt in der Region. Mit den erforderlichen Wassermengen würden wir wohl an die Grenzen dessen gehen, was möglich ist. Das ist risikoreich und entspricht auch nicht unserem Selbstverständnis für eine verantwortungsvolle Planung. Wir haben ein Interesse, das Projekt ohne ökologische Bedenken durch die Genehmigungsverfahren zu bringen, was wir für die jetzige Planung unterstellen können.“

Waren sie vorher nicht ökologisch? Warum sollten sie jetzt ökologischer denken, der Standort wurde doch seit März 2008 ausgewählt? Seit Monaten haben wir auf verschiedenste Probleme aufmerksam gemacht. Es geht nicht nur um das Wasser Herr Siegmund! Jetzt wollen sie sogar Betreiber werden. Mit wie viel Prozent als Anteil? Was ist denn nun wahr von den vielen Aussagen, die hier von ihnen geäußert wurden? Pickt sich jeder das heraus, was am Genehmsten ist und der Situation entspricht? Die Theorie wird immer grauer, können wir den Berechnungen der bezahlten Gutachter der „wustermark energie“ vertrauen?

Noch im letztem Jahr, Nov. 2009, hatte Herr Siegmund in der Aula  Wustermarks, auf die Frage:  „Warum hier keine Luftkühlung für den Standort untersucht würde?“, geantwortet, dass dieser Standort dafür nicht geeignet ist, diese Anlagen zu teuer sind und das Kraftwerk dadurch in seinem Wirkungsgrad stark sinken würde und sie sich einen anderen Standort suchen müssten. Nun doch mit Luft und der Wirkungsgrad sinkt jetzt nur um 1% und die Standortfrage steht nach wie vor nicht zur Debatte? An einem Betreibermodell waren sie auch nicht interessiert. Nun doch? Wer vertritt sie denn dann vor Ort?

Weiter heißt es in der Presseerklärung: Ansonsten bleibt die Planung unverändert. Die erforderlichen Werte für Schall, Emissionen usw. werden natürlich eingehalten. Dies haben die entsprechenden Berechnungen gezeigt, die auch Bestandteil der anstehenden Genehmigungsunterlagen werden. „Wir nehmen die Sorgen der Bevölkerung sehr ernst und freuen uns, dass wir mit dieser Entscheidung einen großen Teil der Bedenken vieler Menschen ausräumen können“, sagt Folker Siegmund, Geschäftsführer des Unternehmens.

Ihre Wasserberechnungen haben vorher auch gezeigt, dass hier angeblich keine Gefahr bestünde. Das Grundwasser reicht aus und eine Versalzungsgefahr wäre überhaupt nicht zu befürchten, sagte uns der Investor im Vortrag in Dallgow! Ihren Satz, der ernst genommenen Sorge, haben wir nun schon in jedem Vortrag/ Interview gehört. Offensichtlich ist hier soviel Geld im Spiel, dass versucht wird, ein Kraftwerk durchzusetzen, egal wie. Wer profitiert denn tatsächlich davon? Glaubt ihr immer noch die Gemeinde? Oder wird es eher für einzelne ein interessantes Geschäftsmodell?

Dieses 1.200 MW GuD-Kraftwerk gibt es nur auf dem Papier. Es wurde noch nie gebaut. Alle Aussagen liegen Hochrechnungen zu Grunde, führte der Investor aus. Im Internet findet man, dass die neuen Turbinen sich in der Probephase befinden, und nicht wie immer behauptet, langjährig erprobt sind. Im Kraftwerksblock 5 des Kraftwerks Irschingen -http://www.eon-kraftwerke.com/pages/ekw_de/Innovation/Neubau/Neubauprojekte/_Kraftwerke_Irsching_4_und__5/index.htm wurde ein Prototyp der neuen Turbine angeschlossen und läuft gerade im Test, noch ohne Dampf! Vielleicht haben sich die Ingenieure wieder verrechnet. Wessen Brot ich ess, dessen Wort ich sprech!

Die nächsten Anwohner sind immer noch 450 m entfernt. Auch die Gewerbetreibenden, die noch dichter am Kraftwerk sind, werden auch durch Luftkondensatoren, die für die Luftkühlung verwendet werden müssen, mit einem Schallpegel belästigt. Das GVZ ist erst zu 59,7 % ausgelastet. Wie große ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich in einem Kraftwerksumfeld gesundes, ökologisch vertretbares Gewerbe niederlassen will. Es wird wohl dann eher darauf hinauslaufen, die anderen Freiflächen auch noch in Industrieflächen umzuwandeln. War das das Ziel?

Im Gewerbegebiet Ludwigsfelde haben sich in den letzten Jahren Unternehmen niedergelassen, die gut in unser GVZ gepasst hätten, da sie einen ständigen Verkehr mit Hamburg pflegen. Aber keiner vermarktete das GVZ. In 2009 wurden viele Investitionen nicht mehr möglich, da auch hier die Finanzkrise ihre Auswirkungen hatte. Doch nun heißt es die Ärmel hoch krempeln. Ein m² Grundstück kostet 45- 55 €, logistisches Gewerbe wird mit 50 % ihrer Investitionen vom Land gefördert. Welches Gewerbegebiet hat solche attraktiven Möglichkeiten für Investoren? Ideale Voraussetzungen für eine Gemeinde wie Wustermark, ihre Gewerbeflächen zu vermarkten. Dass Gemeinden Geld benötigen, ist wohl eher kein Geheimnis und doch sollten wir andere Ziele verfolgen, als Premnitz.

Lese ich von Premnitz, wo jetzt zu dem 450 MW GuD-Kraftwerk auch noch von einer Müllverbrennungsanlage die Rede ist, dann sehe ich die Schornsteine, die zur Industrie gehören, beängstigend vor meinem geistigen Auge. Soll das unsere Zukunft werden? Habt ihr dafür bei den Banken Geld aufgenommen, um ein Haus zu bauen? Seit ihr dafür aus der Großstadt ins Grüne gezogen? Industriegebiet Wustermark Nord liegt vor dem Ortsteingang von Zeestow! Flächen gibt es genug, die Frage ist, wollen wir das? Es betrifft nicht nur die Wustermarker, es geht uns alle an!

Weiter heißt es: „Das hochmoderne GuD-Kraftwerk wird mit Erdgas, dem saubersten fossilen Brennstoff, befeuert und soll im Güterverkehrszentrum (GVZ) Wustermark entstehen. Mit dem Vorhaben ist eine Investition von 600 Millionen Euro verbunden und es werden bis zu 1000 Arbeitsplätze während der Bauphase sowie ca. 100 Arbeitsplätze während des Betriebs entstehen.

Wir waren bei jeder Veranstaltung des Investors dabei. So werden die Zahlen immer weiter dem Widerstand angepasst. Am Anfang wurde uns das GuD-Kraftwerk von Hamm-Uentrop als Muster vorgestellt. D.h. 30 Arbeitsplätze (Nov. 2009) in 2 Kraftwerksblöcken, dann wurden es in Brieselang (Dez. 2009) schon 40 Arbeitsplätze, dann wurden es im Werbeflyer der wustermark energie 50 Arbeitsplätze und jetzt in der Presseerklärung sind es schon 100 Arbeitsplätze, die versprochen werden. Auch die Arbeitsplätze während der Bauphasen haben sich von 300 auf 600 und jetzt 1000 vermehrt! Es ist wohl Gang und Gebe hier Versprechungen zu machen. Es ist nicht strafbar, den Menschen das aufzutischen, was sie hören wollen! Hauptsache sie halten still! Tatsache ist, dass hier 85.000 Menschen, in allen umliegenden Gemeinden, von dem Kraftwerk in ihrer Lebensqualität beeinträchtigt werden. Oder werden wir uns wie die Indianer vor unsere Häuser hinstellen und die Handfläche zum Schutz vor die Augen erheben, in die Ferne schauen und sagen: „Oh, in Wustermark ist wieder Smog!“

Was wäre passiert, wenn es keine Bürgerinitiative hier gegeben hätte? Wenn sich die Menschen vor Ort keine Gedanken um ihre Umwelt gemacht hätten? Wenn das Wörtchen wenn nicht wär…! Rüttelt Eure Freunde wach, redet mit Euren Nachbarn, macht mit, wir brauchen hier kein Kraftwerk, das GVZ kann sinnvoller und einvernehmlicher genutzt werden! Wehrt Euch, später im Raumordnungsverfahren hat jeder Mensch hier das Recht sich zu äußern! Nehmt Eure Rechte wahr! Wir sind tatsächlich das Volk und das ist in unserer Demokratie unser höchstes Gut! MACHT MIT!

Die Grünen des Landkreises HVL haben sich öffentlich gegen das Gaskraftwerk in Wustermark positioniert!

3. Juli 2010 michibelter 16 Kommentare

Hallo liebe Mitstreiter, diesmal dauerte es etwas länger, bis der neue Beitrag fertig war. Wir waren deshalb aber nicht untätig und haben wieder mit interessanten Menschen reden können und Erfolge erzielt!

So auch am 24.06.2010. Hier  fand in Dallgow- Döberitz die Mitgliederversammlung der Grünen des Landkreises Havelland statt. (Die MAZ berichtete dazu am 26.06.2010 in ihrer Wochenendausgabe.)
Das Thema der Diskussion war, neben der Photovoltaikanlage in der Döberitzer Heide, das 1.200 MW Gas- und Dampfturbinenkraftwerk (GuD-KW) in Wustermark.
Anwesend, als Mitglied der Grünen, war u.a. ein Hydro-Geologe, aus der Landeshauptstadt Potsdam, der sich mittels der Unterlagen vom Kraftwerksinvestor, Advanced Power AG, einen Überblick, über die Dimensionen und über die Faktoren zum Standort des Kraftwerkes, verschafft hatte.
In seinen Ausführungen stellte er dar, dass die Unterlagen sehr unübersichtlich und verwirrend für Außenstehende gehalten wurden. Seine Berechnungen ergaben einen tatsächlichen maximalen Jahresverbrauch von über 6,6 Mio. m³ Wasser davon 4,6 Mio. m³ aus dem Grundwasser, so dass nach seinem Kenntnisstand dieses Kraftwerk hier in unserer Region auf keinen Fall entstehen und in Betrieb genommen werden sollte. Dieser Wasserbedarf eines Jahres entspricht hier einer Regenwassermenge, die in einem Zeitraum von 20 Jahren ins Grundwasser gelangt. Was dies für unsere Region, auch auf Grund der Klimaentwicklung bedeutet, ist in seinen Ausmaßen kaum zu erfassen. Die größte Gefahr besteht u.a. im Absinken des Grundwasserspiegels, im Aufsteigen von Salzwasser in unser Trinkwasser. In Potsdam ist solch ein Aufsteigen von Salzwasser beim Ansaugen im Wasserwerk noch glimpflich verlaufen, da es gleich bemerkt wurde und das Wasserwerk sofort abgeschaltet wurde.

Auf Nachfrage in einem persönlichen Gespräch führte der Geologe aus, dass selbst bei einer Teilung der Kühlprozesse in Wasser- und Luftkühlung erstens der Wasserverbrauch weiterhin gigantisch groß und mit den örtlichen Gegebenheiten nicht zu vereinbaren ist. Des Weiteren ist mit einer Luftkühlanlage die Bildung eines Biofilms sehr wahrscheinlich und damit eine Belastung der Luft mit Bakterien Legionella zusätzlich gegeben. Diese befinden sich in geringer Zahl im Grundwasser und Oberflächenwasser und erst bei Temperaturen über 20 °C steigt die Vermehrungsrate allmählich an, die Temperatur bei etwa 30°C bis 45°C ist optimal. Die Gefahr besteht dann, gerade für ältere Menschen schwer zu erkranken, wobei Männer doppelt so häufig davon betroffen sind, wie Frauen.
Eine umfangreiche Auswirkungsbetrachtung kann hier auch nur theoretisch erfolgen, da ein solches 1.200 MW-GuD- Kraftwerk noch nie gebaut wurde, auch noch nie in solch einem empfindlichen Ökosystem wie dieses hier vor Ort, mit den großen FFH- Gebieten, Vogel- und Artenschutzgebieten, Mooren, Feuchtwiesen, Luchen und Feuchtwäldern etc.

Betrachtet man die Abstände zur Wohnbebauung, dann kann dies bei der Größe des Kraftwerks sicher nicht im Rahmen der Richtlinien für Industrieanlagen liegen!

Bei ökologischer Betrachtung nach bekannten Größen von anderen Projekten, die die Grünen auf Grund ihrer Kenntnisse von GuD-KW sehr wohl einschätzen können, stellte sich in der Diskussion heraus, dass dieses GuD-Kraftwerk, weder in seiner Dimension noch in seinen Auswirkungen an diesem Standort vertretbar ist.

Die Landtagsabgeordnete der Grünen Frau Ursula Nonnemacher führte aus, dass hier Politiker und Gemeindevertreter nicht über die Köpfe ihrer Bevölkerung hinweg, ein solches Projekt mit Macht durchsetzten sollten. Der Widerstand der Menschen sollte nicht ignoriert werden. Wir leben in einer Demokratie, wo der Mensch mitgenommen werden soll!


In der weiteren Diskussion kamen von anderen Mitgliedern noch weitere Diskussionspunkte hinzu und letztendlich, um öffentlich eine Meinung zu vertreten, wurde abgestimmt. Normaler Weise, so führte Herr Strehl von den Grünen aus, sind sie die Befürworter dieser Gas- und Dampfkraftwerke als Übergangslösung, bis es die Möglichkeit gibt, mit Erneuerbaren Energien (EE) unseren Strombedarf zu decken. Aber in diesem Fall sprechen alle ökologischen Faktoren und Betrachtungen gegen diesen Standort und gegen diese gigantische Dimension eines Gas- und Dampfturbinenkraftwerkes!
In der Abstimmung sprachen sich, bei nur einer Stimmenenthaltung, alle Mitglieder gegen das Kraftwerk aus!! Wobei die eine Stimmenenthaltung nur an der Formulierung etwas verändern wollte und nicht an der ablehnenden Haltung zu diesem GuD-Kraftwerk in Wustermark.

Auf die Frage, ob der Hydro-Geologe die Möglichkeit hätte, auch in unserer Gemeinde seine Ausführungen zu machen, bejahte er grundsätzlich. Dabei eröffnete er das Angebot auch einen anderen Geologen zu fragen, so er selber nicht die Möglichkeit hätte. Gern sei er bereit mit seinem Fachwissen dazu beizutragen, sich ein Meinungsbild zu verschaffen und damit zur Aufklärung beizutragen!
Tatsache ist, dass diese Dimension eines 1.200 MW Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerks europaweit noch nicht gebaut wurde und damit in einem solch empfindlichen Gefüge von FFH- Gebieten und mehrfachen Schutzgebieten, wie hier bei uns, die Auswirkungen in keinster Weise abzusehen sind, aber eine große Gefahr besteht!

In Anlehnung an die umfangreichen Ausführungen des Hydro-Geologen haben wir alle Mitglieder der Fraktionen der Gemeinden Wustermark und Brieselang, alle Gemeindevertreter beider Gemeinden und die Bürgermeister Schreiber und Garn angeschrieben und ihnen allen genau dieses mitgeteilt. Wir haben sie aufgefordert uns zu schützen und  dieses Kraftwerk hier nicht zu zulassen.

Bitte besinnt euch, es steht unser aller Umwelt auf dem Spiel, es sind unsere Trinkwasserressourcen, es ist unsere Atemluft, es ist unsere Natur, es geht uns alle an, wir leben hier und wollen dies auch weiter!

Bitte sehr geehrte Gemeindevertreter folgen sie dem Beispiel der Grünen des Landkreises  HVL. Dieses Kraftwerksprojekt ist keine Lösung für die finanziellen Probleme der Gemeinde Wustermark. Bei einem Investitionsvolumen von 600 Mio. € stellt sich die Frage, wann solch ein Kraftwerk tatsächlich die ersten Gewinne über 100.000 € erwirtschaftet, damit überhaupt eine Gewerbesteuer zu zahlen ist.  Bsp. Die Windkaftanlage brauchen 8 Jahre, ehe das erste Mal an eine Steuerzahlung zu erwarten ist! Um wie viel Größer ist so ein Kraftwerk?

AM  5.7. und am 7.7. tagt der Hauptausschuss der Gemeinde und tagt die Gemeindevertretung! WIR SIND GEFORDERT! Schaut auf unsere Veranstaltungsseite, dort findet ihr noch weitere Ausführungen!!

Für alle die wir am Samstag den 3.7. an unserem Stand bei Sommerfest in Brieslang begrüßen dürfen, haben wir ein erfrischendes Wasser oder einen Kaffee, für unsere Kinder haben wir einen Basteltisch und um noch offenen Fragen zu beantworten, nehmen wir uns gern die Zeit. Seit herzlich willkommen!

Dampffreie Grüße eure BI

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Warum NEIN zu ein GuD-Kraftwerk hier im Havelland!

Volumen einer Tonne CO2 - 8m x 8m x 8m

Volumen einer Tonne CO2 - 512 m³

Solange wie es fossile Brennstoffe wie Kohle und Gas gibt, werden diese beiden Kraftwerkstypen immer laufen! Schaut euch alte Kraftwerke an, sie werden modernisiert, überarbeitet, aber nie abgeschalten! Ich glaube, dass kein Energiekonzern je ein Kraftwerk abschalten wird, es sei denn, die Politik zwingt sie dazu. Aber so lange die Lobbyisten Geld bezahlen, solange wird es in der Politik keine Veränderung geben!

Könnt ihr euch vorstellen, was es heißt, dass das Kraftwerk:

- 1,5 Millionen Tonnen zusätzlich an CO2 pro Jahr in unsere Atmosphäre bläst?   - 220.000 Nm³ (Normm³)/h an Gas verbraucht? -was 1.000.000 Liter Wasserverbrauch / h für unsere Natur bedeuten? (der Nymphensee würde keine 20 Tage überleben!)   -was 750.000 Liter Wasser in Form von Wasserdampf für unsere Atemluft bedeuten?   -was es für unseren Kanal bedeutet 250.000 Liter/ h warmes Wasser eingeflöst zu bekommen?   -was es für uns Anwohner heißt, ein Kraftwerk, von einer Dimension, die nicht vergleichbar ist (nur rechnerisch auf dem Papier), direkt vor die Haustür gesetzt zu bekommen? (Reißt ein Kohlekraftwerk ab und baut statt dessen ein GuD-Kraftwerk!)   -was eine zusätzliche Lärmquelle für Anwohner in Wustermark, Dyrotz, Zeestow, Brieselang, Falkensee, Elstal, Priort bedeutet? (zusätzlich zur A10, B5, ICE-Strecke Berlin Hannover)    -ob bei einer Investitionssumme von 600 Milllionen Euro überhaupt eine Gewerbesteuer anfällt oder eher Abschreibungen und Subventionen die Geldbeutel der Betreiber füllen?   -was kann es für uns alle bedeuten, wenn hier ein so überdimensioniertes Gas- und Dampfkraftwerk entsteht?

NEIN? Wir konnten es uns auch nicht vorstellen! Und so haben wir uns mit Menschen unterhalten und uns erklären lassen, was es für uns und unsere Umwelt sehr wahrscheinlich bedeuten wird! Haben recherchiert und herausgefunden, dass unser Land Brandenburg zu den trockensten Bundesländern Deutschlands zählt! Zur Zeit laufen dazu auch Berichte im TV! Dass die Politik unseres Landes darauf zielt, Weltmeister in der Stromerzeugung zu werden (Netzbetreiberstudie der Uni Cottbus), ohne zu wissen, wer ihn abnehmen soll!

Unser Havelland ist reich an Landschaftsschutzgebieten. Naturschutzgebiete, FFH-Gebiete, SPA-Gebiete (geschützte Landschaftsbestandteile, Naturdenkmäler), sie haben alle eigene Schutzgebietskategorien, wobei SPA- und FFH-Gebiete zusammen das europaweite, kohärente Schutzgebietssystem NATURA 2000 bilden und eine besondere Bedeutung haben. Alle diese stellen für uns Menschen eine grüne Lunge dar. Mit ihrem Wachstum nehmen sie Umweltgifte auf (CO2), auch die, die unter ihrem Grenzwert aus dem Schornstein kommen (Stickoxide), sie geben einer zahlreichen Pflanzen- und Tierwelt ein Zuhause, die in ganz Europa einzigartig ist. Hier sind Seeadler, Fischadler und in nördlichen Teilen Brandenburgs der Schreiadler heimisch und haben sich in unserer Gegend wieder niedergelassen. Die Brutwelt der Kraniche, die Flächen der Zugvögel, die Vogelschutzgebiete in der Döberitzer Heide sind ein wichtiges Schutzgebiet. Mit einer riesigen beleuchteten Fläche werden die Zugvögel und Brutgebiete gestört. Mit der Erhöhung der Luftfeuchtigkeit wird die Insektenwelt vernichtet. Alle diese empfindlichen ökologischen Systeme sind in Gefahr. Der vorgeschlagene Untersuchungsraum der Investoren beträgt 50 x der Schornsteinhöhe (65m) um den geplanten Kraftwerksstandort = 3.250m!! Somit liegen alle entscheidenden Schutzgebiete außerhalb der Betrachtung! Kann dieser Raum Grundlage einer objektive Umweltverträglichkeitsprüfung sein?

Schon mit dem Ausbau der Havel hat das Wasserstraßen-Neubauamt festgestellt, dass die Havel mit ihren Ufern ein empfindliches Ökosystem darstellt und beim Ausbau darauf geachtet werden muss, die Eingriffe vorsichtig zu tätigen.

Für uns und unsere Kinder wollen wir die Welt erhalten! Auf der Internetseite des Bundesumweltamtes gibt es extra Seiten für Kids. Lehrer können sich hier kostenlos Lehrhilfsmittel herunterladen, um unserem Nachwuchs den Umweltschutz nahe zu bringen. Schaut mal rein und lest unter Wasser, dass das Land Brandenburg zu den wasserarmen Regionen zählt und wir lernen müssen, mit unserem Wasser sparsam umzugehen! Und dann diese Politik??

Habt ihr euch vielleicht auch schon gefragt, warum es ein so riesig dimensioniertes Kraftwerk wird? Die Begründung warum hier ein Kraftwerk her soll war, dass die Stromschwankungen der vorhanden WKAs (Windkraftanlagen) ausgeglichen werden sollen! Bei einer Dimension von 1.200 MW haben wohl noch mehr WKAs auf der Nauener Platte Platz? Für die Schwankungen hätte es auch eine deutliche Nummer kleiner sein können, aber offensichtlich ist hier noch mehr geplant!? Das kann nicht und darf nicht unser Ziel sein! Unser Havelland kann nicht alle Windkraftenergie erzeugen, damit Deutschland in der Welt gut da steht, das muss auf alle Schultern aller Bundesländer verteilt werden!

Seht ihr den Würfel oben auf dem Foto? Der steht zur Zeit auf dem Alex und zeigt, wie viel Volumen eine Tonne CO2 einnimmt. 512 m³ braucht eine Tonne CO2, bei 1,5 Millionen Tonnen sind es 768.000.000 m³. Glaubt ihr immer noch das geht doch nur Wustermark was an? So nach dem Motto in Wustermark herrscht dicke, feuchte Luft?? Wir leben alle hier und wenn wir nicht auf unsere Umwelt aufpassen, wer dann??

Dieses Kraftwerk ersetzt kein altes unmodernes Kraftwerk, dieses Kraftwerk soll zusätzlich produzieren für das europäische Verbundnetz (zusätzlich Strom für 1,5 Mill. Haushalte). Immer wieder produzieren konventionelle Kraftwerke (mit Kohle, Gas) mehr Strom, als am Markt gebraucht. Der Strom aus erneuerbaren Energien(EE) muss mit Vorrang ins Netz eingespeist werden. Das führte schon dazu, dass zum Teil bis zu 47% des Strombedarfs über EE erzeugt wurde. Die Kraftwerksbetreiber zahlen an die Industrie teilweise bis zu 500 € pro MWh, damit sie den Strom abnehmen. D a s b e z a h l e n w i r a l l e m i t! Oder habt ihr schon Geld geboten bekommen, weil der Preis im Keller war?

50 Arbeitsplätze bietet der Investor, Siemens ist Mitbetreiber des geplanten Kraftwerkes, entlässt gerade in Berlin viele 100 Menschen. Werden sich wohl 50 Ingenieure bei Siemens finden, die einen Arbeitsweg von 40 Min. auf sich nehmen, um hier im 4-Schichtsystem zu arbeiten?

Was wenn Salzwasser doch in unser Grundwasser eindringt, was wenn unsere Ökosysteme (FFH und Biotope) Schaden nehmen, was wenn eure Häuser entwertet werden, was wenn dem Kraftwerk dann doch die Betriebserlaubnis entzogen werden muss, was wenn unser Wasser wirklich nicht ausreicht, was wenn noch mehr WKAs gebaut werden??

Wer zahlt dann die Renaturierung, wer lebt dann mit der schlechten Luft und den zunehmenden Atemwegserkrankungen, wer erhält dann keinen Wertausgleich, wer hat dann eine Bauruine, wer zahlt den Abriss, wer lebt mit noch mehr WKAs??…. Der Investor wohl eher nicht!! …

DER zivilisierte MENSCH IST DAS einzige L E B E W E S E N, DASS freiwillig SEINEN LEBENSRAUM ZERSTÖRT, AUS Profitgier ODER AUS Unwissenheit! Lassen wir das nicht zu!! Schützt unsere Umwelt! Bekennt euch mit einem deutlichen NEIN gegen das geplante Kraftwerk!

Eine Woche, die Wustermark so noch nicht erlebt hat!

Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann das Recht anderen Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen!

Der 1.Mai und die Amtszeit des neuen Bürgermeisters (BM) beginnt. Eine Übergabe hat es wohl immer noch nicht gegeben, obwohl der alte Amtsinhaber es bei der Dallgower Veranstaltung gesagt hatte! Leider sind manche Worte schneller Schall und Rauch, eh sie verklungen sind! Denkt aber nicht, dass wir jetzt aufhören müssen, das Erbe des alten BM würde jeder privat sicher ablehnen! Wir wünschen dem Herrn Schreiber die Kraft und das Durchsetzungsvermögen hinter die Kulissen zu sehen und hoffen, dass die Verwaltungsmitarbeiter, die schon so manchen Bürgermeister überlebt haben, ihn mit ganzer Kraft unterstützen! Es ist unsere Welt, wir dürfen sie gestalten und dafür sorgen, dass unsere Kinder unser Erbe gern annehmen! Damit bin ich beim THEMA!

Danke für eure Teilnahme und euer Engagement an unserer 1. DEMO, ihr wart einfach Klasse. Wir waren laut und deutlich zu hören. Wir sind angetreten, uns nicht mehr auf der Nase herumtanzen zu lassen! Danke liebe Eltern, dass ihr euren Kindern die Möglichkeit gebt, ihre Rechte zu lernen! In der Vorbereitung der DEMO habe ich gelernt, dass das Versammlungsrecht eines der höchsten Rechte der Menschen hier in Deutschland ist! WIR MÜSSEN ES NUTZEN, UM GEHÖRT ZU WERDEN! IHR WART SPITZE! Danke an die zahlreichen netten, freundlichen Polizisten und den Einsatzleiter, der mit viel Kulanz und Wohlwollen aggiert und unsere Veranstaltung gesichert hat. Beim Verabschieden habe ich ihm gesagt, dass wir uns bei der nächsten Demo wiedersehen! So konnte ich ein Schmunzeln auf seinen Lippen sehen, Danke Herr Hohmann! Leider gab es auch ein wenig Schatten, die übermäßige Anwendung von körperlicher Gewalt des Herrn Wolfgang Schröder (wie ich gestern erfuhr evangelischer Pfarrer) gegenüber Kindern und einer behinderten Frau mit Rollator, lassen mich an seiner christlichen Nächstenliebe zweifeln. Mein Bruder meinte nur, dafür gibt es einen Bischof, bei dem solche „Vorbilder“ sicher nicht gut ankommen! Aber weiter ihr Lieben.. Interessierten.. Befürworter.. Mitstreiter..

So kam es dann auch, dass die GV-Veranstaltung (für unsere neuen Leser- GV=Gemeindevertreter) am Mittwoch wieder voll war. Obwohl wir am Eingang des Rathaus gezählt wurden (wie die Schäfchen) und sonst die Tür bei 25 geschlossen werden sollte, gab es diesmal die Möglichkeit, den Raum auszufüllen. So passten gut 70 Menschen hinein und erwarteten die Themen. (Ich freu mich auf eure Kommentare auch zu den anderen Themen!) Erstmals eröffnete Frau Schiller die Versammlung und nahm vorweg, dass Herr Stein leider schwer erkrankt ist. Wir senden ihm Genesungswünsche. Gespannt erwarteten wir den „nächsten“ Vortrag von Herrn Siegmund (Kraftwerksinvestor). Wir Bürger durften leider nur in der Bürgerfragestunde unsere Fragen vorab stellen, haben sie aber schon aufgespart für den nächsten Abend.

Die „Verkaufsveranstaltung“ des Investors, so kam es einigen zumindest vor, wurde dann durch eine angregte Diskussion einiger Gemeindevertreter erweitert (Thema Lärm, Licht in der Nacht, Abstand, Wasserdampf..). Wenn das schon ein kleines Ergebnis der DEMO ist, dass gefragt wird, dann haben wir schon einen klitze kleinen Schritt geschafft! Kritisch Hinterfragen, dass ist es, was wir seit Wochen vermissen! Wir sind gesprächsbereit! Es ist nicht damit getan unsere Umwelt zu lieben, wir müssen auch viel dafür tun, um sie nicht zu zerstören!

Leider kamen dann am nächsten Abend, dem Donnerstag (29.4.2010), nicht viele Gemeindevertreter. Wir hatten einen gut gefüllten Saal, ca. 150 Menschen waren dem Aufruf der Grünen gefolgt. Hier an dieser Stelle möchte ich mich bei den Initiatoren den Grünen herzlich bedanken. Danke an die Moderatorin des rbb M. Ferreira-Erlenbach, -Jemandem ins Wort zu fallen ist so weit ab von meiner Erziehung, das werde ich noch üben müssen!- So gab uns der Abend die Möglichkeit zu zeigen, welche Herangehensweisen wir haben, um dieses Kraftwerksprojetk kritisch zu hinterfragen und abzulehnen. (Wir werden unseren Vortrag noch als Link einstellen, für alle die, die gern gekommen wären, aber aus gesundheitlichen oder anderen wichtigen Gründen leider fern bleiben mussten.)

Wir haben uns und tauschen uns ständig mit Menschen über die verschiedensten Sachthemen aus, die aktiv am Naturschutz und für die Umwelt arbeiten. Haben uns Zusammenhänge erklären lassen von unseren Bauern, die sich mit unseren vor Ort- Wasserverhältnissen am besten auskennen müssen und haben recherchiert und gelesen, gelesen, gelesen und dann diskutiert! Das Wissen zusammengetragen und so sind unsere Ansichten und der Vortrag entstanden! -Übrigens würde man das Kraftwerk an den Nymphensee anschließen bräuchte es nicht einmal 20 Tage und er wäre leer!-

Herr Rainer Baake, von der Organisation Deutsche Umwelthilfe e.V., hat einen interessanten Vortrag darüber gehalten, wie groß in Deutschland der Anteil der Erzeugung von Strom durch „Erneuerbaren Energien“ (EE) schon ist, welche Ziele weiter verfolgt werden und warum wir in Deutschland dazu Gaskraftwerke benötigen. Teilweise war der Anteil der EE so hoch, dass konventionell hergestellter Strom (Kohle-, Atom-, Gaskraftwerke) nicht mehr abgenommen wurde und die Stromhersteller den „Groß“-Abnehmern Geld gezahlt haben, damit sie den Strom abnehmen! Was er aber auch ausdrücklich zu Beginn und zum Ende seines Vortrages sagte war, dass er sich zu dem Standort hier in Wustermark in Bezug auf ein Gaskraftwerk nicht äußern wird. So wie es jetzt in der BRAWO am Sonntag steht, ist es sachlich nicht richtig. Ja, er befürwortet flexible Gaskraftwerke, aber er möchte sich ganz bewusst zu dem Standort Wustermark nicht äußern!

Herr Siegmund war als nächstes auf der Rednerliste. Sein Vortrag war nicht so ausführlich wie sonst und die Verbauchskreisläufe von Gas und Wasser fehlten ganz, die Ansichten zur Betrachtung der Raumuntersuchungen fehlten leider auch (diese Karte werden wir euch gern zur Ansicht einstellen). Aktuell werden die überarbeiteten  Anträge zum Vorhaben an die Landesplanungsabteilung Berlin-Brandenburg erstellt und dann abgegeben. Das anschließende Raumordnungsverfahren -kurz ROV- gibt dann allen Menschen hier in den Gemeinden die Möglichkeit, ihren Standpunkt, ihre Bedenken und ihre Kritiken zu äußern! Die angrenzenden Gemeinden werden hier Stellung beziehen müssen, so wie der Bürgermeister von Falkensee. Er hat versucht die Vorteile des Standortes Wustermark hervorzuheben, leider waren diese für mich keine! Wie habt ihr das gesehen? Selbst die Möglichkeit der Gewerbesteuer verpuffte im Raum, als Herr Strehl von den Grünen meinte, dass in der Bundesregierung über die Abschaffung der Gewerbesteuer diskutiert wird und damit dieser Vorteil eher keiner ist.

Der Vortrag unserer BI hat Spaß gemacht und ich hoffe, dass es nicht arg so holprig war. Es ist schon ein Unterschied ein Frage in der GV zu stellen, als vor so vielen Menschen zu stehen.  Euch kann ich nur das Feedback geben,  dass es super war, unsere Meinung so offen vertreten zu dürfen! Wie ich eingangs schon sagte:“ Werter Herr Siegmund würden wir uns heute in der Lausitz befinden und sie würden zu mir sagen, Frau Belter, das Kohlekraftwerk dort drüben werde ich abreißen und ihnen ein modernes Gaskraftwerk hinsetzten!, so wäre ich die erste, die dafür wäre. Aber wir befinden uns nicht in der Lausitz und sie werden dort weder ein Kraftwerk abschalten noch eines abreißen, stattdessen wollen sie in einem Abstand von 420 m hier eines der größten Gas- und Dampfturbinenkraftwerke Deutschlands, wenn nicht Europas, bauen. Wir denken an die globalen Auswirkungen, können aber nicht verstehen, warum der Landkreis Havelland mit seinen Windkraftanlagen für alle Bundesländer die CO2-Ausstößen wegradieren soll. Solch ein riesiges Umweltprojekt muss auf alle Schultern im Land verteilt werden!

Die Menschen zum Nachdenken anzuregen ist unser Ziel und wenn ihr dann noch unseren Argumenten folgen könnt, ladet euch den BI-Antrag runter und macht mit. So werden unsere Bürgermeister und Gemeindevertreter in den umliegenden Gemeinden hören, was wir wollen! Die Bilder in unserem Vortrag sind eine Darstellung, wie ein solches Kraftwerk dort aussehen könnte. Die Darstellung der Ansicht aus unserer Perspektive von der Zeestower Straße war nicht aufmunternd. Aber aufmunternd genug, um zu wissen, wofür wir kämpfen!

In der Diskussionsrunde wurden viele Fragen gestellt!

-nach der Finanzsicherheit des Investors, -nach vergleichbaren Referenzobjekten (die es nicht gibt, da ein solches Kraftwerk noch nicht gebaut wurde), -wie viele Kraftwerke die Advanced Power schon errichtet hat (2 im Bau und keines in Betrieb), -was wenn es gebaut werden würde und sich die Wasserproblematik bewahrheitet (würde die Genehmigung entzogen werden), ggf. umgebaut zur Luftkühlung, die aber für den Standort Wustermark zu laut ist!  -wer würde die Bauruine entfernen (der Investor nicht), -spaßenshalber fragte dann jemand, ob das dann das 2. Tropical-Iland wäre, -wohin der Strom verkauft würde, da in Deutschland solche eine zusätzliche Kapazität nicht mehr benötigt wird (soll ins europäische Verbundnetz eingespeist werden), wurde den Industrien tatsächlich schon Gelder gezahlt, damit sie Strom abnehmen (Ja, da so viele Überkapazitäten vorhanden waren), Strom aus Erneuerbarer Energieerzeugung muss im Vorrang in die Netze eingespeist werden (Ja),  -warum im Havelland alle Windkraftanlagen stehen und nicht alle Bundesländer mitmachen (hier sollte eine andere Politik gefordert werden, wir sind aufgefordert mitzumachen), -ob sich der Investor nicht schon gewundert hat, dass trotz seiner transparenten Information die Mitgliederzahl der BI weiter steigt, bei 1000m³ Wasserverbrauch pro Stunde und 250m³ Wasserrückführung müssen die 750 m³ Differenz ja in die Luft geblasen werden (Ja, aber sie sind dann nicht so sichtbar) -wie ein Schweizer Unternehmen nach Wustermark kam…. Eine der letzten Fragen an Herrn Baake gerichtet war es, „..was könne wir jetzt tun?“  und seine Antwort -…die Bauleitrichtlinien für das Grundstück werden von der Gemeinde erarbeitet, es liegt in deren Händen, ob das Kraftwerk darauf gebaut werden kann oder nicht, wenn die Kriterien der Bauleitplanung nicht dem Kraftwerk entspricht, dann ist diese Fläche ungeeignet und ein Investor hätte dann Pech gehabt! Das nenne ich einen Wegweiser!

Helft uns und tragt mit uns gemeinsam die Fragen und Antworten zusammen, damit wir den Informationsbrief für Mai 2010 zusammenstellen können, um alle Mitglieder wieder über Aktuelles zu unterrichten.

Danke für euer Interesse und genießt die schönen Sonnenstunden, wir werden uns gemeinsam darum kümmern, dass keine Wasserdampfschwaden unseren Himmel vernebeln. Mit dampffreien Grüßen in den neuen Monat!

Info Brief April 2010

30. April 2010 michibelter 10 Kommentare

Liebe Mitglieder, Anwohner, Bewohner, Sympathisanten, Interessierte,

wir sind die Bürgerinitiative gegen ein Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerk (GuD-Kraftwerk) in Wustermark, die sich hier vor Ort wehrt, dass in unserer unmittelbaren Wohnbebauung ein gigantisches Kraftwerk entstehen soll. Die Arbeit unserer Bürgerinitiative besteht darin, zu informieren und Informationen zu sammeln. Wir sind bisher 750 Mitglieder und viele Sympathisanten aus den Ortschaften Dyrotz, Dyrotz-Luch, Elstal, Priort, Wustermark, Hoppenrade, Buchow-Karpzow, Wernitz, Brieselang, Zeestow, Bredow, Dallgow-Döberitz und Falkensee, die das Kraftwerk ablehnen und täglich werden es mehr.

Wie ist der aktuelle Stand?

Wir möchten euch heute über die Schäden durch Verbrennung von Erdgas informieren und führen nachfolgenden Auszug aus einer Studie der Universität in Stuttgart (Institut für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung) an:

  • Die direkten Emissionen aus dem Kraftwerksbetrieb sind CO2, CH4, N2O, NOX und Ionisierende Strahlung.
  • Das Resultat einer Erkrankung mit Todesfolge ist die Verkürzung der Lebensdauer. Eine erhöhte Exposition mit Luftschadstoffen kann in einem Bevölkerungskollektiv eine Vielzahl unterschiedlicher nichttödlicher Krankheiten hervorrufen. Das Auftreten einer Krankheit ist verbunden mit einer Beeinträchtigung der Lebensqualität, die je nach Krankheitsbild unterschiedlich hoch sein kann.
  • Der Treibhauseffekt, die Versauerung und Eutrophierung von Ökosystemen, Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit, Schäden in der vom Menschen geschaffenen Umwelt in Form von Materialschäden und Feldpflanzenschäden sind die direkten Auswirkungen durch den Kraftwerksbetrieb.
  • Der Treibhauseffekt beschreibt den Beitrag anthropogener Emissionen zur dauerhaften Erwärmung der Erdatmosphäre.
  • Versauerung ist ein Oberbegriff für die Schadwirkung versauernd wirkender Schadstoffe und deren Oxidations- und Umwandlungsprodukte. Durch Säureeintrag und damit verbundene pH-Wert-Absenkung können sowohl terrestrische als auch aquatische Ökosysteme in Mitleidenschaft gezogen werden.
  • Der Effekt der Eutrophierung (= Erhöhung des Nährstoffangebotes) umfasst den Eintrag von mineralischen Nährstoffen in Böden und Gewässer. Bei aquatischen Ökosystemen hat dies zunächst einen Anstieg der Biomasseproduktion zur Folge, kann aber später, wenn aufgrund des hohen Sauerstoffbedarfs der im Wasser enthaltenen Biomasse Sauerstoffknappheit entsteht, zu einem Absterben des Gewässers bzw. der in ihm enthaltenen Biomasse führen. Bei terrestrischen Ökosystemen führt ein verstärkter Nährstoffeintrag zu einer Verschiebung des Artengleichgewichts, die im Allgemeinen mit einer Verringerung der Artenvielfalt verbunden ist.

Mit solch einer massiven Schadwirkung haben wir nicht gerechnet.

Zum Thema Kraftwärmekopplung lautet die von uns am meisten gestellte Frage an den Investor:
Warum wollen Sie das Kraftwerk ohne eine Kraftwärmekopplung (KWK) bauen? Die Antwort war immer: Die Kosten sind zu hoch und es gibt keinen Abnehmer für die, bei der Verbrennung produzierte, Wärme.

Für GuD-Anlagen mit einem elektrischen Wirkungsgrad von mindestens 57,5 % gibt es eine staatliche Förderung durch eine komplette Erstattung der Erdgassteuer, zukünftig in Höhe von 5,50 €/MWh. Mit einem Wirkungsgrad der Gasturbine zur Stromerzeugung von 40 % und einem Wirkungsgrad der Abwärmenutzung von 18,4 % liegt der bisher beste erreichte Gesamt-Wirkungsgrad bei 58,4 %. Somit wird diese Anlage gefördert. Wird jedoch die Wärme abgenommen, für z. B. eine Fernwärmeleitung, sinkt der Wirkungsgrad der Anlage auf 48% und wird somit nicht mehr gefördert.

Bei der letzten Infoveranstaltung durch den Investor in Dallgow-Döberitz hat Herr Siegmund (Wustermark Energie) endlich zugegeben, dass bereits Gelder an die Gemeinde geflossen sind. Wie viel können wir z. Zt. noch nicht sagen, da es bisher niemanden ermöglicht wurde, diesen Optionsvertrag mit dem Investor einzusehen. Ab dem 1. Mai 2010 wird dieses möglich, da die Amtszeit des alten Bürgermeisters endet.

Jetzt können wir uns auch die im Gemeindehaushalt 2009 zugesagten Gelder für 2010 erklären. Auf die Frage an Herrn Drees bei der letzten Gemeindevertretersitzung am 17. März 2010, wovon denn die Erhöhung für freiwillige Leistungen von 3% auf 3,8 % und die Spenden für die Kirche bezahlt werden sollten, antwortete er: „Wir hatten größere Einnahmen im GVZ für 2010 erwartet“. Das würde bedeuten, dass die Gemeinde auf die bloße Hoffnung auf ein Kraftwerk Mehrausgaben tätigen darf. Ob der Haushalt für 2010 nun von der Gemeinde Wustermark verwaltet werden darf, ist noch unklar, wird aber von der Kommunalaufsicht demnächst entschieden.

Jetzt geht’s los… D E M O am 27. April 2010, um 17:00 Uhr, pünktlich

Treffpunkt: Zeestower Straße/Ecke L202 (Eingang Wustermark); Bahnunterführung

Parken ist in der Zeestower Str. möglich.

Wir laufen zur 1. Gemeindevertretersitzung am 27.04.2010 und werden dort, um 18:30 Uhr

unseren Dampf ablassen…

Warum die 2. Gemeindevertretersitzung vom 5. Mai 2010 auf Mittwoch, den 28. April 2010, auch vorverlegt wurde, können wir dann um 19.00 Uhr in der Aula der Grundschule in Wustermark sehen. Kommt also zahlreich, denn unsere kritischen Fragen können die Gemeindevertreter beeinflussen sich zu besinnen, um nicht vielleicht wieder Entscheidungen fürs Kraftwerk zu treffen.

Die Grünen aus Falkensee laden uns Donnerstag, den 29. April 2010, in die Oberschule Elstal um 19.00 Uhr herzlich ein, um bei einer Podiumsdiskussion zum Thema Kraftwerk Stellung zu nehmen. Herr Rainer Baake, Geschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe zur Zukunft der Energiewirtschaft ist als Gastreferent von den Grünen geladen. Wir werden unseren Standpunkt öffentlich erklären können und  unsere kritischen Fragen loswerden. Der rbb soll diese Diskussion leiten. Auch hier hoffen wir auf eure Unterstützung.

Die durch den Investor nun doch angekündigte V i s u a l i s i e r u n g wird es leider erst in ca. 1 Jahr geben. Aus diesem Grund werden wir nun Kraftwerksbilder in Fotos unserer Umgebung maßstabsgetreu einsetzen, so dass sich alle Menschen vorab besser vorstellen können, wie gewaltig dieses Kraftwerk sein wird.

Aus der Presse konnten wir vernehmen, dass der Bürgermeister von Falkensee gegen das Kraftwerksprojekt ist. Weiterhin haben die Bürgermeister von Brieselang und Dallgow- Döberitz ihre Bedenken geäußert. Wir freuen uns über die neuen Sympathisanten aus Falkensee und Dallgow- Döberitz. Besonders bedanken möchten wir uns bei den Priortern für die zahlreiche Unterstützung.

Die Bürgerinitiative lebt von Eigenengagement und Ehrenamtlichkeit. Wir sind jederzeit offen für konstruktive Kritik und Anregungen. Bitte macht Vorschläge zur Optimierung, findet neue Ansprechpartner in Buchow-Karpzow und Dyrotz-Luch, unterstützt uns. Wer keine Zeit hat, ist vielleicht in der Lage, uns finanziell zu unterstützen. Unsere Kosten entstehen zurzeit für Papier, Plakate, Infobriefe, Marken, Kopierkosten, Aufkleberherstellung. Wir wollen keine Mitgliederbeiträge erzielen, sondern unsere Unkosten durch Spenden decken. Hierzu haben wir das folgende Konto für die BI eingerichtet:

Institut:            Brandenburger Bank

Kontoinhaber: Beatrice Kühn und Michi Merten

Vermerk:         BI gegen GuD-Kraftwerk Wustermark

BLZ:                160 620 73;

Kontonr.:         480 76 42

Detaillierte Informationen, Pressemappen sowie Gutachten zu den oben genannten Auswirkungen könnt ihr bei uns erhalten. Ab Mai sind auch öffentliche Informationsabende durch uns für euch geplant. Zurzeit werden Informationsabende und Treffen 14-tägig im privaten Bereich durchgeführt.

Im nächsten Infoblatt wollen wir euch etwas zum langfristigen Energiekonzept des Landes Brandenburg mitteilen. Wer hat Lust und Zeit, hierzu etwas beizutragen? Eine weitere Zuarbeit zum Thema: chemische Zuschlagstoffe zur Kraftwerkswasseraufbereitung erwarten wir von einem Unterstützer.

Wir wollen  k e i n  Gas- und Dampfturbinenkraftwerk in Wustermark!

Redet mit euren Nachbarn, mit euren Freunden und gebt diese Informationen weiter. Habt ihr Fragen, so findet ihr uns in allen Ortsteilen und im Internet unter www.gaskraftwerk-wustermark.de.

Mit dampffreien Grüßen eure Bürgerinitiative (BI)

Die Demo vom 27.04. in Wustermark

27. April 2010 Oliver Huth 4 Kommentare

Hier ist der Bericht vom rbb:

Einige Fotos von der Demo:

Demo gegen das geplante Gaskraftwerk am 27.04.2010

20. April 2010 Oliver Huth 12 Kommentare

Jetzt geht’s los!

DEMO GEGEN DAS GEPLANTE GASKRAFTWERK

Warum gibt es gleich zwei Gemeindevertretersitzungen, was ist so wichtig, dass es nicht erst am 05. Mai 2010 mit neuer Besetzung besprochen werden könnte?!

  • TERMIN DEMO: am 27. April 2010, um 17:00 Uhr!
  • Treffpunkt: Zeestower Straße/ Ecke L202 (Eingang Wustermark); Bahnunterführung
  • Anlass: ist die vorgezogene Gemeindevertreterversammlung vom 5.Mai 2010 auf den 27./ 28. April 2010

Wir laufen zur Hamburger Str. / Hoppenrader Allee, um vor dem Rathaus zu demonstrieren und laut die Schließung der Gemeindevertreterversammlung zu fordern und unseren Dampf abzulassen!

Bitte mitbringen: Plakate, Transparente, Megaphon, Flüstertüten, Trillerpfeifen, Klingeln, Rasseln etc. Begleitet werden wir durch Traktoren mit Anhängern sowie großen Plakaten u.ä. Parken ist in der Zeestower Str. möglich.

Mit dampffreien Grüßen Ihre Bürgerinitiative

Den Info-Flyer für die geplante Demo können Sie hier erhalten: demo flyer 27. April 2010

Neue geplante Veranstaltung am 29.April 2010

14. April 2010 michibelter 1 Kommentar

Die Grünen aus Falkensee laden uns herzlich ein!

Am 29.April 2010 findet um 19:00 Uhr in der Aula der Oberschule Elstal eine Podiumsdiskussion, mit dem Investor des GuD-Kraftwerks, der Gemeindeverwaltung Wustermark und der Bürgerinitiative GEGEN das GuD-Kraftwerk statt.

Nun erhalten auch wir die Möglichkeit unsere Gesichtspunkte und unsere Gegenargumente, zum geplanten Kraftwerk in Wustermark, öffentlich zu vertreten und die Risiken für unsere Umwelt aufzuzeigen.

Herzlich eingeladen sind unser Mitglieder der Bürgerinitiative, alle Gemeindevertreter der betroffenen Gemeinde, alle Bürger, Befürworter, Interessierte, Wissende und Unwissenden, um in einer angeregten Diskussion, auch unseren Entscheidungsträgern der Gemeinden zu zeigen, was wir wollen und was nicht.

Eines wollen wir sicher nicht, dass man uns Bürger wie unmündige dumme Kinder behandelt, die hier sowieso nichts zu sagen haben. Denn eines ist gewiss, ein Gemeindevertreter soll das Sprachrohr seiner Wählerschaft sein und deren Interessen vertreten!

Wir freuen uns auf einen anregenden und interessanten Abend.  Eure Bürgerinitiative

Frohe Ostern, oder der Blick aus der Hasenperspektive!

3. April 2010 michibelter 1 Kommentar

Bevor wir hier einen kurzen zusammenfassenden Überblick geben, eine kurze Information an alle Interessierten.

Unsere Bürgerinitiative hat jetzt mehr als 600 Mitglieder aus den Gemeinden/ Ortsteilen Wustermark, Dyrotz, Priort, Elstal, Buchow-Karpzow, Hoppenrade, Brieselang, Zeestow, Bredow, Falkensee, Dallgow-Döberitz und täglich füllt sich mein Briefkasten mit euren Beitrittserklärungen. Danke für eure Initiative, danke für eure Solidarität, ich bin froh in einer Zeit zu leben, in der unsere Umwelt  nicht vor der Hauseingangstür aufhört.

Zum aktuellen Geschehen: Wir hatten am 25.März 2010 das zweifelhafte Vergnügen mit dem Investor des geplanten GuD-Kraftwerkes (i.V. Herr Siegmund) und dem noch amtierenden Bürgermeister Hr. Drees aus Wustermark, in Dallgow zu diskutieren. (Warum in Dallgow? Der Bürgermeister von Dallgow wollte seine Gemeinde informieren!) Wir haben ja schon des öfteren die Vorträge hören dürfen. Es ist erstaunlich wie sich die Folien auf dem Laptop verändern, die dann den alten Vortrag ergänzen oder negieren . So finden sich immer neue Fakten, wo wir feststellen, dass im Vorfeld nicht die Wahrheit gesagt wurde. Machen wir es an einigen Beispielen fest:

- Unsere stetige Fragen (in jeder Veranstaltung):

1)Zahlt der Investor des Kraftwerkes an die Gemeinde Wustermark Geld? Ihre Antwort bisher immer NEIN! Am Donnerstag in Dallgow kam es dann auf diese erneute Frage zu einer anderen Antwort! JA, für die Kaufoption zahlt der Investor Geld an die Gemeinde Wustermark! Wieviel wurde nicht gesagt!

2)Gibt es Gelder die die Gemeinde Wustermark an den Investor zurück zahlen muss, sollten sich die Gemeindevertreter gegen das Projekt entscheiden (nach Prüfung des Projektes)? Bisherige Antwort NEIN! Und nun, JA die Gelder für die Kaufoption sind dann zurückzuerstatten.(Wieviel wird nicht gesagt, bringt es jetzt die Gemeindevertreter in die Zwickmühle?)

3)Gibt es übergordnete Interessen, als die der Gemeinde Wustermark? Bisherige Antwort NEIN. Und nun steht auf den Folien des Investors eine Abkürzung die da heißt LEP B-B!!!!! Landesentwicklungsplanung Berlin-Brandenburg. WAS IST DAS?

-Wir haben mal nachgeforscht und sind schockiert. Schon in 2007 wurde eine Netz-Studie der Uni Cottbus fertiggestellt, wo es zusammenfassend darum geht, wie „man“ das Land Brandenburg zum Export“weltmeister“ für die Stromerzeugung entwickeln kann. Das hat nichts mit den Menschen in Brandenburg zu tun, nur mit der Flächenentwicklung, ohne Rücksicht auf die Wohnbebauung. Hier soll, in Verbindung mit Windkraft, Photovoltaik und einem schlussendlich großen Hybridkraftwerk, eine große Einspeisung in ein großes Verbundnetz (europaweit) mit der größtmöglichen Energiegewinnung entwickelt werden. Ist also das Land Brandenburg an seinen Menschen nicht mehr interessiert? Es hat den Anschein. Was unsere Strompreis noch stabil unten hält ist ein Grund, der mag euch jetzt verwundern, das sind die Atomkraftwerke, die noch nicht abgeschalten sind und das ärgert einige Leute sehr. Als ich dies las, wollte ich es nicht glauben. Aber es ist so. Wenn ich wieder daheim bin, bin gerade in der Schweiz (5km entfernt von einem Atomkraftwerk), stelle ich euch gern diese Studie ins Netz. Jetzt kann man sich ja sagen, hallo -Moment mal- jede Gemeinde hat ja einen eigenen Flächennutzungsplan, uns kann ja nichts passieren. JA, das wäre schön, aber in der Hierarchie steht der LEP B-B über den Gemeindeflächennutzungsplänen. Also war die Antwort auch nicht richtig, dass Wustermark eher zufällig gefunden wurde, hier drehen ganz andere Kräfte (politische-lobbyistische)!! Ich dachte immer in Italien ist das schlimm, wie die Bevölkerung verarscht (sorry) wird, aber NEIN, bei uns funktioniert das genauso!!!! Man nehme eine finanziell stark angeschlagene Gemeinde und setze ihnen eine Laus in den Pelz..!

Weitere aktive Diskussionpunkte waren und sind u.a.:

-zum Thema des Wasserhaushaltes, 1.000.000 l pro Stunde als Kühlwasser sind keine Kleinigkeit und davon soll im Sommer die Hälfte aus dem Grundwasser entnommen werden, Gefahr der Versalzung unseres Grundwasser

- Wasserdampf: wenn die Hälfte des genutzten Kühlwassers in den Havelkanal zurückgeführt wird (lt. Investor mit der Temperatur die der Umgebung entspricht!), dann muss die ander Hälfte ja in die Luft und hier soll die Physik nicht funktionieren und kein Wasserdampf entstehen???  Schaut man sich aktuelle Kraftwerke an, dann sind die Wasserdampfschwaden weithin sichtbar. DAS IST PHYSIK!

- zur Thematik der angrenzenden Wohnbebauung (wäre alles innerhalb der Richtlinien (Anwort des Investors)- Abstandsrichtlinien von Industrieanlagen zur Wohnbebauung 1.500m) die nächsten Bewohner wohnen 420m entfernt, dann 900m für Wustermark und Dyrotz, dann 1000 m für Zeestow usw.

-Thematik der Kraft-Wärme-Kopplung, die nicht gewünscht wird lt. Antragskonferenz vom 3.März 2010 (stand jetzt da, es werden Interessenten gesucht)- tja dann ist es halt so dass es nicht gemacht werden kann, weil ja KEINER will!

-Thematik Lärmbelastung: Schon durch die Autobahn, die B5 und durch die Bahn (die hier einen Zugverkehr von ca. 60.000 Zügen hat) ist der zu ertragende Lärmpegel schon erreicht, wenn also eine weitere Lärmquelle hinzukommt (lt Auskunft des Investors am Ort 89 dB), dann kann die Summierung die Lebensqualität der Menschen nur verschlechtern und dass Lärm krank macht, ist bekannt!

ANTWORT des Herrn F. Siegmund: Wir können uns hier auf die Ingenieure verlassen, die für die Zulassung zuständig sind, die hier sagen, dass keine Gefahren bestehen! (LIEBER HERR SIEGMUND, MEINEN SIE DIE INGENIEURE, DIE HIER DIE ERLAUBNIS FÜR TAUSENDE WINDKRAFTANLAGEN GEBEN, DIE HIER EINER FLÄCHENNUTZUNG ZUSTIMMEN, DIE IN GANZ EUROPA KEIN ZWEITES MAL STATTFINDET, DIE IN DER NÄHE VON WOHNBEBAUUNG UND KRAFTWERKSPLANUNG DIE VERPRESSUNG VON CO2 ERLAUBEN, SIND DAS DIE INGENEURE, DENEN ES EGAL IST; OB DAMIT DIE UMWELT, DIE VOGEL- UND PFLANZENWELT GESTÖRT WIRD, DIE FÜR GEWERBE GESCHÜTZTE TIERARTEN VON FLÄCHEN SAMMELN LASSEN, DAMIT KEIN SCHÜTZENSWERTES LEBENWESEN GEFUNDEN WIRD??????????? DENEN SOLLEN WIR VERTRAUEN, DASS HIER UNSER GRUND7TRINKWASSER NICHT IN GEFAHR IST, DAS ALLE GRENZWERTE UNSER LEBEN NICHT VERSCHLECHTERN? Ich glaube schon lange nicht mehr an Märchen! Aber an die Macht des Kapitals und an die Profitgier der großen Konzerne und an die, die auch als Politiker von solchen Machenschaften partizipieren! Sie verkaufen uns!

-Frage an den noch amtierenden Bürgermeister Hr. Drees; Wie war und ist das Stimmenverhältnis in der Gemeindevertretung Wustermark? Nachdem er mit viel Polemik nicht von dieser Frage ablenken konnte, bat der Fragende doch darum ,seine Frage zu beantworten. Schade dass leider kein Gemeindevertreter(GV) von Wustermark anwesend war, sonst wären hier die tatsächlichen Diskussionsgrundlagen für die Entscheidung der GVs auf den Tisch gekommen.

-Thematik der Grundstücksentwertung: die meisten Hausbesitzer haben kaum in BAR bezahlt, das heißt sie zahlen noch in den nächsten 20-30 Jahren Gelder an die Banken, die ihre Höfe nicht mehr annähernd an Wert haben; es ist zu überlegen, sollte tatsächlich hier ein Bau nicht zu verhindern sein, dann sollte eine Neubewertung der Grundstücke stattfinden und damit eine Neubewertung der Grundsteuer, was dann auch zur Verringerung der Einnahmen der Gemeinden führt (es sein denn sie setzten dann einfach den Prozentsatz hoch!!) Würde uns das wundern????

-Thematik der VISUALISIERUNG! Schon den Bewohnern der Zeestower Straße wurde versprochen, ihnen zu zeigen, wie das Kraftwerk auf der Wustermarker Fläche aussieht (lt. Antragskonferenz vom 3.März 2010 ist eine Visualisierung noch nicht vorgesehen) Auf die erneute Frage der Darstellung wurde wieder versprochen, es von allen eingezeichneten Sichtachsen (angebotener Sichtbereich des Investors von unterschiedlichen Standorten) zu tun! Nur wann wurde nicht gesagt!

Ich kann nur an alle Entscheidungsträger der Gemeinden appellieren, hier für ihre Bürger zu entscheiden und daran zu denken, von wem sie gewählt wurden. Sie sind die gwählten VOLKSVERTRETER und wie unsere deutsche Sprache sagte, das Volk vertreten gegenüber denen, die Interesse haben hier Schaden anzurichten!!!

LIEBE ENTSCHEIDUNGTRÄGER, BITTE BESINNT EUCH, ES IST VERNÜNFTIGER HIER DIE FLÄCHEN DURCH EINE GESUNDE VERMARKTUNG ZU BESETZEN, ALS MIT ACH UND KRACH DIE EIGENEN MENSCHEN ZU VERKAUFEN! SCHAUT ÜBER DEN TELLERRAND UND ERWEITERT DEN HORIZONT!

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Infobrief März 2010

20. März 2010 Oliver Huth 2 Kommentare

Liebe Mitglieder, Anwohner, Bewohner, Sympathisanten, Interessierte,

wir sind die Bürgerinitiative gegen ein Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerk (GuD-Kraftwerk) in Wustermark, die sich hier vor Ort wehrt, dass in unserer unmittelbaren Wohnbebauung ein gigantisches Kraftwerk entstehen soll. Die Arbeit unserer Bürgerinitiative besteht darin, zu informieren und Informationen zu sammeln. Wir sind bisher 400 Mitglieder und viele Sympathisanten aus den Ortschaften Dyrotz, Elstal, Priort, Wernitz, Wustermark, Zeestow, Brieselang, Falkensee und Bredow, die das Kraftwerk ablehnen und täglich werden es mehr. Wir wollen erreichen, dass die Entscheidungsträger der Gemeinden uns hören und die Menschen, die so denken wie wir, eine Stimme bekommen, denn der Einzelne erreicht wenig, viele gemeinsam jedoch viel mehr. Wir reden hier von einem Gas- und Dampfturbinenkraftwerk mit einer Leistung von 1.200 MW (das ist Strom für ca. 1,5 Millionen Haushalte), das unser Leben und unsere Umgebung nachhaltig stark beeinträchtigen wird. Deshalb NEIN zu einem Gas- und Dampf-turbinenkraftwerk in Wustermark!

Wie ist der aktuelle Stand?

Am 3. März 2010 fand in Potsdam eine gemeinsame Antragskonferenz zur Festlegung von Gegenstand und Untersuchungsrahmen des Raumordnungsverfahrens (ROV) mit der „Tochter-gesellschaft der Advanced Power AG, Wustermark Energie GuD GmbH & Co.KG“, als Antrags-steller für den Bau eines Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerkes in Wustermark statt. Zusammen mit der „Gemeinsamen Landesplanungsabteilung Berlin/Brandenburg (GL Berlin/Brdbrg)“ wurde über fünf Stunden umfangreich über den Inhalt, Umfang, Methode des ROV´s und den zu erstellenden Umweltverträglichkeitsuntersuchungen im Rahmen des ROV gesprochen.

Ziel dieses Termins war es, alle Faktoren für ein Raumordungsverfahrens (ROV) zu sammeln, die für die Prüfung eines solchen Kraftwerkbaus für notwendig erachtet werden könnten. Dabei wurden Institutionen vorher angeschrieben und um deren Stellungsnahmen gebeten. Einige Vertreter der Institutionen nahmen zusätzlich die Möglichkeit war, ihre Stellungnahmen am 3. März 2010 persönlich zu ergänzen.

Der Antragsteller, die Advanced Power AG und ihre Tochtergesellschaft Wustermark Energie GuD GmbH & Co. KG und mit den (von ihnen beauftragten) zugehörigen Ingenieurbüros aus Deutschland, hatte zuvor eine Vorlage erarbeitet, die das Kraftwerk beschreibt und welche Faktoren sie in welchem Raum (Umkreis) max. betrachten wollen. Der zu betrachtende Radius beträgt 50 x die Schornsteinhöhe (65 m). Dabei stellte sich heraus, dass die vor Wochen versprochene V i s u a l i s i e r u n g  (d.h. den Bewohnern/der Bevölkerung zu zeigen, wie das GuD-Kraftwerk auf der Wustermarker Fläche gegenüber dem Zeestower Weg – nahe Dyrotz, aussehen würde) im Raumordnungsverfahren n i c h t erfolgen wird!

Das Gleiche gilt für die gesamte  W a s s e r p r o b l e m a t i k.  Hier wurde uns im Vorfeld von der Advanced Power AG gesagt, dass mit Transparenz und Bürgerinformation nichts verschwiegen wird. Wie sich aber in der Diskussion am 3. März bereits gezeigt hat, gibt es gerade in der schon im Vorfeld diskutierten Wasserhaushaltsproblematik einen großen Klärungsbedarf. Die not-wendigen Modelle hierfür, also zu zeigen, wie sich das Wasser verhält, möchte der Antragsteller nun ebenfalls  n i c h t im ROV vorführen. Stattdessen sollen nur theoretische Berechnungen aus Erfahrungen herangezogen werden. So kann das nicht vernünftig sein! Denn hier in unserem Landstreifen besteht, nach langen Untersuchungen von Umweltverbänden (pik), die Gefahr einer s. g. Versteppung (bzw. Vertrocknung der Böden).

Bei einem Kühlwasserbedarf von 1000 m³/h (Kubikmeter pro Stunde) (ein durchschnittlicher Haushalt braucht pro Jahr ca. 100- 120 m³ Wasser!!) und dem hierbei an das Kraftwerk anliegenden Havelkanal, der kein fließendes Gewässer darstellt, soll gerade in den Sommermonaten, zusätzliches Wasser aus unserem Grundwasser gezogen werden. Wer hier schon lange wohnt, der weiß, dass unsere Sommer sehr trocken sind und wer mit unseren Bauern spricht, wird erfahren, wie viel Wasser für die Felder zusätzlich benötigt wird, wenn nicht genügend Grundwasser zur Verfügung steht.

Wir haben in unserem Umland anerkannte Natur- und Vogelschutzgebiete, Feuchtgebiete, Trinkwasserschutzgebiete und Moore (u. a. Niedermoorkomplex „Rhinslake bei Rohrbeck“). Was passiert mit ihnen? Leider ist der Raum, den der Antragsteller im Raumordnungsverfahren (ROV) freiwillig betrachten will, derart klein, dass hier wichtige Umgebungen standortentscheidend sein könnten. So können wir nur hoffen, dass die Stellungnahmen der Institutionen zur Vergrößerung des zu betrachtenden Raumes (im Sinne des ROV), wie auch die Forderung von Falkensee, mit berücksichtigt werden.

Ein weiterer wichtiger Faktor der Betrachtung ist – aus unserer Sicht – die Sicherheit. Gerade hat das Beispiel in den USA Middletown Connecticut gezeigt, was geschieht, wenn eine Havarie in einem Kraftwerk passiert. Die Explosion einer Gasleitung ist kein Vorkommnis, was zu unterschätzen ist. Wir befinden uns hier dicht in Mitten der Wohnbebauung. Der Abstand zu Dyrotz beträgt ca. 450 Meter, zu Wustermark ein wenig mehr, Elstal ist direkt im Westen betroffen und die angrenzenden Gemeinden Brieselang/Zeestow und Falkensee/Finkenkrug wären in einem solchen Fall sicher ebenfalls stark zerstört. Unsere heutige politische Gesamtsituation gebietet uns auch, an eventuelle terroristische Angreifer zu denken. Denn bei solch einer Größe eines 1.200 MW Kraftwerks in der Nähe von Hauptversorgungsanlagen (Umspannwerk und vielen 380 KV-Hochspannungsleitungen) könnte dieses als Angriffsziel angesehen werden. Auch dieses wurde beim Termin am 3. März 2010 zur Sprache gebracht!

Die Aufgabe der „Gemeinsamen Landesplanungsabteilung Berlin/Brandenburg (GL Berlin/Brdbrg)“ besteht jetzt darin, alle Anliegen/Faktoren zusammenzustellen und daraus ein Paket mit allen Faktoren der jeweiligen Betroffenen zu „schnüren“, die der Antragsteller, die „Wustermark Energie GuD GmbH & Co.KG“, im Raumordnungsverfahren (ROV) zu erfüllen hat. Dies dauert ca. acht Wochen und danach wird voraussichtlich das ROV eröffnet.

Im Zuge dieses ROV´s sollen a l l e Anwohner und Betroffene – und dazu gehören auch w i r – die Möglichkeit bekommen, ihre Bedenken zu äußern. Wir sind der Meinung, dass sich die Advanced Power AG mit ihrer Tochter Wustermark Energie GuD GmbH & Co.KG die gesamten Kosten für diese ROV sparen könnte, wenn unsere Gemeindevertreter darauf hören würden, was ihre Bewohner und Anwohner wollen! Das wäre auch gegenüber dem Investor nur fair.

Wir wollen  k e i n  Gas- und Dampfturbinenkraftwerk in Wustermark!

Daher brauchen wir jeden Menschen, der hier vor Ort lebt und seine Existenz aufgebaut hat! Unsere Grundstücke werden massiv an Wert verlieren; viele Menschen zahlen in den nächsten 20 - 30 Jahren ggf. ein Haus ab, das diesen Wert nicht mehr haben wird. Unsere Umwelt wird sich zum Nachteil verändern und selbst wenn Grenzwerte im Schall (am Standort ca. 89 dB – das ist ein startendes Flugzeug!) und bei den Abgasen (ca. 1,5 Mill. Tonnen CO² pro Jahr, neben Kohlenmonoxid, Stickstoffen und auch Schwefel) gerade so eingehalten würden, sind  w i r  es, die damit leben müssen und  n i c h t  die Investoren! Redet mit euren Nachbarn, mit euren Freunden und gibt diese Informationen weiter. Habt ihr Fragen, so findet ihr uns in allen Ortsteilen und im Internet unter www.gaskraftwerk-wustermark.de.

Mit dampffreien Grüßen

eure Bürgerinitiative (BI)

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