Was wird das für eine Energiestrategie im Land Brandenburg?

Am sprichtwörtlichen Vorabend der Entscheidung der Wustermarker Gemeindevertreter am 07. Februar 2012 kochen in der Landesregierung die Kompetenzen hoch!
So konnte man am 11.1.2012 in den Potsdamer Neuesten Nachrichten lesen:

Christoffers: Keine Investoren für geplante Gaskraftwerke

von Matthias Matern

Potsdam – Die beiden einzigen im Land Brandenburg beantragten Gaskraftwerke werden vorerst nicht gebaut. Weder für das Projekt in Wustermark noch für das Vorhaben in Premnitz (Havelland) sei es bisher gelungen, die notwendigen Investoren zu finden, sagte Brandenburgs Wirtschaftsminister Ralf Christoffers (Linke) am Dienstag in Potsdam. „In den anderen Bundesländern ist die Situation ähnlich“, so der Minister weiter. Aus Sicht der Geldgeber rechneten sich der Bau und Betrieb eines Gaskraftwerks derzeit nicht.

Da Strom aus erneuerbaren Energien bei der Einspeisung Vorrang hat, würden Gaskraftwerke nur einen Teil der Betriebsstunden laufen können, die für die Wirtschaftlichkeit erforderlich sind, meinen Experten. Andererseits gelten Gaskraftwerke wegen ihrer hohen Flexibilität beim Hoch- und Runterfahren als geeignete Ergänzung zur schwankenden Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien.

Christoffers Aussagen wollte die Firma Wustermark Energie, die für 640 Millionen Euro ein sogenanntes Gas- und Dampfkraftwerk bauen will, gestern nicht bestätigen. Die in der Gemeinde umstrittene Anlage soll 1200 Megawatt leisten und wäre nach Unternehmensangaben die bislang größte in Deutschland. „Wir haben noch gar nicht richtig mit der Suche angefangen, stehen aber ständig im engen Kontakt mit Marktpartnern“, sagte Unternehmenssprecherin Angela Kallabis den PNN. Zutreffend sei, dass „die Situation am Markt derzeit angespannt“ sei. „Wir sind aber durchaus zuversichtlich und sehen kein grundsätzliches Problem“, meinte Kallabis.

Ebenfalls ein Gas- und Dampfkraftwerk plant der Schweizer Energiekonzern Alpiq in Premnitz. Vor der Bundestagswahl und Landtagswahl in Brandenburg 2009 hatte der heutige SPD-Fraktionschef im Bundestag, Frank-Walter Steinmeier, das Vorhaben als von ihm eingefädelt präsentiert und damit den damaligen CDU-Wirtschaftsminister Brandenburgs, Ulrich Junghanns, verärgert. Die 400-Megawatt-Anlage soll 400 Millionen Euro kosten. Die Aussage Christoffers, es gebe keine Investoren, sei nicht richtig, hieß es gestern lediglich von Alpiq. Weiter werde das Thema nicht kommentiert.

Bereits gänzlich vom Tisch ist ein in Eisenhüttenstadt (Oder-Spree) geplantes Gas- und Dampfkraftwerk. Insgesamt 800 Millionen Euro wollte das luxemburgische Energieunternehmen Enovos in eine 950-Megawatt-Anlage investieren. „Die Planungen zum Projekt sind im vergangenen Jahr wegen fehlender Genehmigungen eingestellt worden“, sagte Enovos-Sprecherin Danny Manso gestern den PNN. Matthias Matern

Die Untwirschaftlichkeit eines solchen gigantischen Großprojektes ergibt sich schon aus der Bundesgesetzgebung zur Vorrangeinspeisung der Erneuerbaren Energien. Frau Tak aus der Landesregierung tönt am gestrigen Abend in Potsdam ganz anders und stellte die Pläne der Kohlekraftwerke in der Lausitz in Frage. Unsere Frage, die wir beantwortet bekommen haben: SOLLTE DAS PROJEKT DOCH KOMMEN, WIRD ES FÜR DIE GEMEINDE WUSTERMARK KEINE STEUEREINNAHMEN GEBEN!

LIEBE GEMEINDEVERTRETER  STIMMT AM 7. FEBRUAR 2012 MIT NEIN ZUM BEBAUUNGSPLAN!!

Ein gesundes neues 2012 und Danke!

Wieder allen Unkenrufen haben die Abschaltungen der Atomkraftwerke nicht zu einer Importaktion des Atomstroms aus Frankreich geführt. Im Gegenteil Deutschland konnte es sich leisten Strom an die Schweiz in Größenordnungen zu verschenken, weil der Fortschritt der Erneuerbaren Energien einen großen Schritt genommen haben.

Dazu war in der TAZ zu lesen.

Deutschland exportiert weiterhin Strom

Statistik widerlegt Atomlobby

Trotz des Atomausstiegs bleibt Deutschland ein Stromexporteur. Und am Strommarkt sind die Preise nicht höher als vor der Katastrophe in Fukushima.von Bernward Janzing

Der grenzüberschreitende Stromfluss ist nicht erloschen: Funkensprung in einem Umspannwerk in Hessen.   Bild:  ap
FREIBURG taz |
Deutschland hat auch im Jahr 2011 mehr Strom exportiert als importiert – trotz der Abschaltung von acht Atomkraftwerken. Diese Bilanz ergibt sich anhand der Netzdaten, die der Verband Europäischer Übertragungsnetzbetreiber (Entsoe) regelmäßig veröffentlicht. Demnach wird der deutsche Exportüberschuss im Jahr 2011 voraussichtlich rund sechs Milliarden Kilowattstunden betragen.
Vor allem nach Österreich und in die Schweiz hat Deutschland in den letzten zwölf Monaten viel Strom exportiert, an dritter Stelle folgten die Niederlande.
Zwar trugen zu dem Exportüberschuss in der Jahresbilanz auch noch die inzwischen abgeschalteten Reaktoren bei, da diese in den ersten drei Monaten zumindest zeitweise noch am Netz waren.
Das ändert aber an der grundsätzlichen Sachlage nichts: Auch wenn man das zweite Halbjahr 2011 alleine betrachtet, ergibt sich für Deutschland mit seinen neun verbliebenen Atomreaktoren ein Exportüberschuss. Kritiker des Ausstiegs hatten immer wieder den Eindruck zu erwecken versucht, Deutschland werde durch die Entscheidung in der Jahresbilanz zum Stromimporteur werden.
Und das ist nicht die einzige Aussage der Atomlobby, die inzwischen durch die Fakten als unzutreffend entlarvt wurde. Auch Warnungen, der Atomausstieg werde zu höheren Strompreisen führen, weil Strom knapp werde, erweisen sich längst als nichtig.
Die Strombörse EEX spricht da eine umissverständliche Sprache: Wenn Händler an den Terminmärkten aktuell Strom für die Jahre 2012 bis 2014 einkaufen, bezahlen sie für die Kilowattstunde zwischen 5,2 und 5,4 Cent – zeitweise weniger als vor Fukushima.
Da die Strombörse, wie jede andere Börse auch, unter anderem von Stimmungen getrieben wird, waren die Preise an der EEX direkt nach dem Ausstiegsbeschluss tatsächlich leicht angestiegen. Doch schon bald bröckelten die Notierungen wieder, als sich am Markt die Erkenntnis durchsetzte, dass auch mit Abschaltung von acht Atomkraftwerken am deutschen Strommarkt kein Mangel absehbar ist.
Gestützt wird diese Einschätzung der Marktakteure durch den Ausbau der erneuerbaren Energien. Deren Anteil am deutschen Strommix ist im Jahr 2011 auf rund 20 Prozent (nach rund 16,5 Prozent im Vorjahr) angestiegen.
Klimaziele nicht gefährdet
Windkraft, Sonne und Bioenergie legten spürbar zu; die Gesamtmenge an Ökostrom stieg gegenüber dem Vorjahr um rund 18 Milliarden Kilowattstunden. Da zugleich die Erzeugung von Atomstrom um etwa 32 Milliarden Kilowattstunden zurück ging (von 140 Milliarden Kilowattstunden im Jahr 2010 auf nunmehr etwa 108 Milliarden) blieb eine Lücke von 14 Milliarden Kilowattstunden zu füllen.
Diese wurde fast komplett durch einen Rückgang des Exportüberschusses um zwölf Milliarden Kilowattstunden geschlossen. Die Erzeugung von Strom aus Kohle stieg nur von 263 auf 265 Milliarden Kilowattstunden – womit sich Warnungen, Deutschland müsse mit dem Atomausstieg seine Klimaziele begraben, als Makulatur erweisen.
  • Klage gegen AKW-Laufzeitverkürzung /Eon will Grundrecht auf Gewinn

  • Kommentar Energiewende /Schneller, besser, grüner

  • Stromquellen in Deutschland /Mehr Strom, dafür grüner

Wir sind auf dem richtigen Weg und wie die Entwicklung zeigt, nicht die gigantischen Kraftwerke sind die Zukunft, die Nutzung von Wind, Sonne, Wasser und Erdwärme sind die Zukunft. Auf ein kämperisches neues Jahr und darauf, dass die Entscheidungsträger der Gemeinde den Fachleuten zuhören. Diese sprechen sich gegen den Standort Wustermark aus und sind gegen die gigantische Größe dieses Projektes.

Prosit und Gesundheit herzlichst Michi Belter

Happy birthday und ein wenig mehr

Heute am 10.Dezember 2011 haben wir unseren 2. Geburtstag.

Das was es zu feiern gibt ist, dass wir Menschen über die Gemeindegrenzen hinaus gemeinsam gegen Politikerwillkür zusammenstehen. Wir gemeinsam für unsere Umwelt, für unsere Natur und für unsere Heimat da sind. Die Gemeindevertreter noch nicht über den Bebauungsplan abgestimmt haben und es bisher immer noch ein NEIN als Antwort geben kann!

Gestern bin ich gefragt worden was für mich das Leben im Havelland ausmacht, was für mich Heimat ist.

Ich bin im Havelland geboren, dazu hatte ich nicht viel beizutragen, es war eher die Entscheidung meine Familie (Großeltern, Eltern), aber ich fühle mich hier heimisch und empfinde das Havelland als meine Heimat. Es schmerzt mich zu sehen, wie die einstige Obstplanatage Ostdeutschlands kaputt gemacht wird, die Landwirtschaft vernichtet, Bauern ihrer Ackerflächen zu Gunsten der Industrie beraubt und der grüne Lebensraum für uns Menschen zerstört wird.

Wir prangern das Abholzen der Urwälder Brasiliens an und schaut man sich bei uns um, frage ich mich: „Sind wir denn besser? Gehen wir mit unserer Natur besser um? Interessiert es uns, dass die Niederlande und Bangladesch, wobei Bangladesch als eins der ärmsten Länder der Welt, bei einem weiteren Ansteigen des Meerespiegel im Meer versinken werden?“

Mich interessiert es und es bereit mir Sorgen! Wenn ich lese, mit welcher Leichtigkeit unsere Landesregierung mit den gestellten Klimazielen umgeht und jetzt unter dem Deckmantel von Versorgungssicherheit und Preissteigerungsängsten alles über Bord wirft, dann kann ich dazu nur mit dem Kopf schütteln. Sie stehen mit erhobenem Zeigefinger da und zeigen auf China und die USA, aber selber? Wenn sich jeder an seine eigene Nase fassen würde, statt immer nur über andere zu urteilen, würden wir einen großen Schritt weiterkommen.

Haben wir denn gedacht wir bekommen eine neue Natur kostenlos geschenkt? Der Raubbau, der seit Jahren betrieben wird zeigt sich in der Natur. Jeden Tag sterben auf unserer Erde zig Tierarten aus, hunderte von Pflanzenarten verschwinden, viele Tiere sind vom Aussterben bedroht und wir machen weiter — WIR SIND DIE GRÖßTEN –!!

Das Landesumweltamt hat zu dem hier geplanten Kraftwerksprojekt gerade zum Artenschutz eine deutliche Meinung vertreten und schon stellen die Planer einige -Außnahme-Anträge, damit wir den Flußregenpfeier und die Nachtigall, die Feldlerche, Stieglitz und Co doch noch vernichten dürfen. Mein GOTT es sind doch nur wenige, nun habt euch mal nicht so, he -SCh… auf die rote Liste, andere machen das ja auch -NA UND!!-

Es stellt sich für mich immer mehr die Frage, was soll das?

Als geplante Ausgleichsfläche für das GVZ sollte sie mal begrünt werden und jetzt? Ein einzigartiges Bodendenkmal aus der Zeit 1300 vor Christus wird „notwendiger Weise“ zerstört, entweder im Ganzen und nur zu Teilen, wie es passt. Dazu wurde von der Denkmalschutzbehörde schon im Vorfeld grünes Licht gegeben. Entscheidungen von vor 17 Jahren werden nicht in Frage gestellt! Fetter gesunder Acker wird nicht mehr für die Nahrungsmittelherstellung zur Verfügung stehen, wir brauchen ja nichts zu Essen, es gibt ja riesige Gewächshäuser in Holland (Hauptsache wir bekommen das mit dem Meeresspiegel hin), was wollen wir denn noch mit eigenen Bauern! Wir bauen Kraftwerke in Brandenburg, weil die Industrie in Süddeutschland Strom braucht und vergessen dabei, dass auf dem Weg dorthin die Übertragungsverluste imens sind!Aber Siemens braucht ein Referenzkraftwerk in der Nähe von Berlin und stellt jetzt sogar dieForderung an die Politik auf Förderung zum Bauen gigantischer Kraftwerke, sonst wird es nicht wirtschaftlich.

Die Sielmannstiftung kann sich nicht allein finanzieren, vom Land wird der Geldhahn zugedreht, warum sollte sich denn unser Land auch Gedanken über den Naturschutz machen?

Wir sind doch viel cleverer, das machen wir über die Industriebebauung.  Gebe ich doch somit den Investoren der Industrie die Möglichkeit Geld loszuwerden, ein Alibi zu haben! Der Naturschutz bedankt sich und nickt zu einem gigantischen unnützem Gas- und Dampfturbinenkraftwerk.

Hurra wir bekommen 15 ha Offenlandpflege in der Döberitzer Heide bezahlt, WOW. Bei einer Fläche von 3442 ha ein Tropfen auf den heißen Stein.Finden wir nicht noch rund um die Döberitzer Heide Flächen, die wir mit Industriebebauung bedecken können. Je 20 ha Industriebebauung 15 ha Pflege für die Döberitzer Heide. Somit stehen dann gut aufgerundet 230 x 20 ha für die Industrie zur Verfügung, sind mal eben in qm 46.000.000. Na wenn das nicht Fortschritt ist! Das wird sich doch wohl machen lassen. Seit mal nicht so kleinlich.

Wir brauchen dann nur noch die Hinweisschilder z.B. für unsere vom Aussterben bedrohten Vögel, wo dann darauf steht:

ZU DEN BRUTPLÄTZEN UND LEBENSRÄUMEN BITTE DEN HINWEISSCHILDERN FOLGEN!

Hier würde draufstehen können: BITTE DER B5 IM VERLAUF FOLGEN, AN KARLS- ERDBEERHOF VORBEI, DIE SOLARFLÄCHEN LINKS LIEGEN LASSEN UND DANN NOCH 2000 m gen SÜDEN! SIE HABEN IHRE AUSGLEICHSFLÄCHEN ZUM NISTEN UND BRÜTEN ERREICHT. DIVERSE TÜMPEL UND FEUCHTWIESEN BITTE AUS IHREM BEDARF STREICHEN UND BITTE IN DER ART MUTIEREN, SO PASSEN SIE SICH DEN GEGEBENHEITEN DIE DER MENSCH ZULÄSST BESSER AN! (Nur noch lesen beibringen, das machen dann die Vögelpflüsterer.)

Für mich stellt sich eine Frage: Wenn mit Geld alle Richtlinien zu umgehen sind, warum gibt es dann überhaupt feste Richtlinien im Umwelt-, Arten- und Naturschutz? Warum gibt es eine Definition der Störfallverordnung, wenn es ausreicht, dass ein Investor behauptet, dass sein Kraftwerk nicht darunter fällt? Kann es sein, dass damit nur die Höhe der Summen definiert werden? So lassen sich Ausnahmegenehmigungen, die selbstverständlich nur dem Allgemeinwohl dienen ;-) , jederzeit begründen! Es lebe die Gewinnoptimierung.

Einen schönen 2.Geburtstag an alle BI-Mitglieder und Sympathisanten und einen gesegneten 3. Advent an alle Menschen!

PS: Neuer Infobrief und Pressemappe wie immer unter den entspr. Rubriken zum Schmökern und Lesen.

Auch hier http://www.nabu.de/tiereundpflanzen/voegel/

Follow

Get every new post delivered to your Inbox.